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GBP/CAD fällt auf August-Tiefststände, da die BoC das Ende des Lockerungszyklus signalisiert

Quelle Fxstreet
  • GBP/CAD setzt die Verluste am neunten Tag in Folge fort und erreicht den niedrigsten Stand seit Anfang August.
  • BoC senkt den Zinssatz um 25 Basispunkte (bps) auf 2,25%, wie erwartet, signalisiert jedoch das Ende des Lockerungszyklus.
  • Das Britische Pfund steht unter Druck, da fiskalische Sorgen im Vereinigten Königreich und dovishe Wetten auf die BoE die Stimmung belasten.

Das Britische Pfund (GBP) verliert am Mittwoch weiterhin an Boden gegenüber dem Kanadischen Dollar (CAD), während die Händler auf die „hawkische Zinssenkung“ der Bank of Canada (BoC) reagieren. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird GBP/CAD bei etwa 1,8381 gehandelt, schwebt in der Nähe seines niedrigsten Niveaus seit Anfang August und setzt die Verluste am neunten Tag in Folge fort. Das Währungspaar hat fast 1,8% von seinem Oktober-Hoch von 1,8915 verloren, das den stärksten Stand seit Juni 2016 markierte.

Der Kanadische Dollar bleibt trotz der Zinssenkung insgesamt gestützt. Die BoC senkte ihren Zinssatz um 25 Basispunkte (bps) auf 2,25%, wie erwartet, signalisierte jedoch, dass eine weitere Lockerung unwahrscheinlich ist. Gouverneur Tiff Macklem sagte, der aktuelle Zinssatz sei „ungefähr das richtige Niveau, wenn sich Inflation und Aktivität wie prognostiziert entwickeln“, was die Ansicht verstärkt, dass die Zentralbank möglicherweise das Ende ihres Zinssenkungszyklus erreicht hat.

Die Ölpreise, ein wichtiger Treiber für den rohstoffgebundenen Kanadischen Dollar, bieten zusätzliche Unterstützung für die Währung. West Texas Intermediate (WTI) Rohöl wird bei etwa 60,41 USD pro Barrel gehandelt, was einem Anstieg von mehr als 0,5% im Tagesverlauf entspricht.

In der Zwischenzeit schwächt sich das Britische Pfund aufgrund steigender fiskalischer Bedenken und wachsender Erwartungen an eine Zinssenkung der Bank of England (BoE) nach den jüngsten schwächeren als erwarteten Inflations- und Arbeitsmarktdaten allgemein ab. Die Märkte sehen nun eine zunehmende Wahrscheinlichkeit für eine Lockerung bereits in der geldpolitischen Sitzung am 6. November.

Goldman Sachs sagte am Dienstag, dass man nun mit einer Zinssenkung der BoE im nächsten Monat rechnet, nachdem man zuvor keine Bewegung in diesem Jahr prognostiziert hatte. Laut LSEG-Daten preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 74% für eine Zinssenkung im Dezember ein, gegenüber 44% Anfang Oktober.

BoE - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of England (BoE) legt die Geldpolitik Großbritanniens fest. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität mit einer Inflationsrate von 2 %. Änderungen des Leitzinses wirken sich unmittelbar auf den Wert des britischen Pfunds aus.

Wenn die Inflation das Ziel der Bank of England übersteigt, reagiert sie mit Zinserhöhungen, was es für Privatpersonen und Unternehmen teurer macht, Kredite aufzunehmen. Dies ist positiv für das Pfund, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für globale Investoren attraktiver machen.

In Krisenzeiten greift die Bank of England zu außergewöhnlichen Maßnahmen wie der sogenannten quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE). Diese Politik wird angewandt, wenn Zinssenkungen nicht ausreichen, um das Finanzsystem wieder in Gang zu bringen. QE bedeutet, dass die Bank of England große Mengen an Geld druckt, um Vermögenswerte – in der Regel Staatsanleihen oder hoch bewertete Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstituten zu kaufen. Dies soll die Kreditvergabe ankurbeln, hat jedoch oft zur Folge, dass das Pfund Sterling an Wert verliert.

Die sogenannte Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) und wird in Phasen einer erstarkenden Wirtschaft und steigender Inflation angewendet. Während die Bank of England im Rahmen von QE Staats- und Unternehmensanleihen erwirbt, um die Kreditvergabe anzukurbeln, stellt sie bei QT diese Käufe ein und reinvestiert fälliges Kapital aus bereits gehaltenen Anleihen nicht. QT gilt in der Regel als förderlich für die Stabilität des britischen Pfunds.


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