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EUR/USD handelt seitwärts um 1,1600, während die US-NFP-Daten im Mittelpunkt stehen

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD bleibt in einer engen Spanne um 1,1600, während die Anleger auf die US-NFP-Daten warten.
  • Händler haben die Wetten auf eine Zinssenkung der Fed für die Juli-Sitzung nach den US-ADP-Beschäftigungsdaten reduziert.
  • EZB-Chefin Lagarde sagte, dass die Geldpolitik nicht auf einem festgelegten Kurs ist.

Das Währungspaar EUR/USD handelt während der europäischen Handelszeit am Freitag in einer engen Spanne um 1,1600. Das Hauptwährungspaar konsolidiert, während die Anleger auf die US-Nonfarm Payrolls (NFP) Daten für Februar warten, die um 13:30 GMT veröffentlicht werden.

Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, flach bei etwa 99,00, liegt jedoch weiterhin nahe seinem Drei-Monats-Hoch von 99,68, das am Dienstag erreicht wurde.

Die Auswirkungen der US-NFP-Daten werden erheblich auf die geldpolitische Perspektive der Federal Reserve (Fed) sein, da die Beamten weiterhin besorgt über die Risiken auf dem Arbeitsmarkt sind.

Ökonomen erwarten, dass die US-Arbeitgeber 59.000 neue Arbeitsplätze geschaffen haben, was erheblich unter den 130.000 im Januar liegt. Die Arbeitslosenquote wird stabil bei 4,3 % gesehen. In der Zwischenzeit wird erwartet, dass die durchschnittlichen Stundenlöhne, ein wichtiger Indikator für das Lohnwachstum, im Jahresvergleich (YoY) stabil bei 3,7 % geblieben sind.

Anzeichen für eine starke Arbeitsnachfrage und ein höheres Lohnwachstum würden die Händler zwingen, ihre dovishen Wetten auf die Fed weiter zu reduzieren. In dieser Woche hat sich die Spekulation auf eine Zinssenkung der Fed in der Juli-Sitzung nach der Veröffentlichung der ADP-Beschäftigungsänderungsdaten am Mittwoch, die eine höhere als erwartete Zunahme neuer Arbeitskräfte im Februar zeigten, verringert.

Laut dem CME FedWatch-Tool sind die Chancen, dass die Fed die Zinssätze in der Juli-Sitzung stabil hält, von 33,4 % in der Vorwoche auf 47,4 % gestiegen.

In der Eurozone wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinssätze trotz des anhaltenden Krieges im Nahen Osten über einen längeren Zeitraum stabil hält. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte während einer Frage-und-Antwort-Runde am Donnerstag, dass die "Geldpolitik nicht auf einem festgelegten Kurs ist" und die Zentralbank die Auswirkungen des Krieges sorgfältig überwacht.

 

Nonfarm Payrolls - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Nonfarm Payrolls (NFP) sind ein zentraler Bestandteil des monatlichen Arbeitsmarktberichts des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics. Dieser Indikator misst die Veränderung der Beschäftigtenzahl im Vormonat, ausgenommen der Landwirtschaft, und gilt als entscheidender Wirtschaftsindikator für die US-Wirtschaft.

Die Nonfarm Payrolls (NFP) können die Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen, da sie ein Maß dafür bieten, wie erfolgreich die Fed ihr Mandat erfüllt, nämlich die Förderung von Vollbeschäftigung und einer Inflationsrate von 2 %. Ein relativ hoher NFP-Wert bedeutet, dass mehr Menschen beschäftigt sind, mehr Geld verdienen und wahrscheinlich mehr ausgeben. Ein niedriger Wert könnte darauf hindeuten, dass Menschen Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden. Die Fed erhöht in der Regel die Zinsen, um hohe Inflation zu bekämpfen, die durch niedrige Arbeitslosigkeit entsteht, und senkt sie, um einen stagnierenden Arbeitsmarkt anzukurbeln.

Die Nonfarm Payrolls (NFP) zeigen eine enge Korrelation mit dem US-Dollar. Höhere als erwartete Beschäftigungszahlen führen in der Regel zu einem Anstieg des Dollars, während schwächere Zahlen ihn unter Druck setzen. NFP-Daten beeinflussen den Dollar, da sie Hinweise auf Inflation, geldpolitische Entscheidungen und Zinserwartungen geben. Ein starker NFP-Bericht signalisiert, dass die Federal Reserve ihre straffe Geldpolitik fortsetzen könnte, was den Dollar stützt.

Die Nonfarm Payrolls (NFP) stehen häufig in einer umgekehrten Beziehung zum Goldpreis. Steigen die Beschäftigungszahlen stärker als erwartet, wirkt sich dies in der Regel negativ auf den Goldpreis aus. Das liegt daran, dass ein Anstieg der NFP häufig den US-Dollar stärkt, und da Gold in US-Dollar gehandelt wird, wird es teurer, weniger Dollar für den Kauf einer Unze Gold zu benötigen. Zusätzlich sinkt bei höheren Zinsen, die oft von steigenden NFP unterstützt werden, die Attraktivität von Gold als Anlage im Vergleich zu Bargeld, das Zinsen abwirft.

Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Teil eines umfassenderen Arbeitsmarktberichts und können von anderen Faktoren in den Hintergrund gedrängt werden. Oft kommt es vor, dass der Markt höhere als erwartete NFP-Zahlen ignoriert, wenn die durchschnittlichen Wochenverdienste gleichzeitig enttäuschen. In solchen Fällen wird der potenziell inflationstreibende Effekt der Hauptzahlen durch den Rückgang der Verdienste als deflationäres Signal gewertet. Auch die Erwerbsquote und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen, allerdings nur in außergewöhnlichen Situationen wie der „Great Resignation“ oder der globalen Finanzkrise.


 

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