Das Währungspaar GBP/JPY kehrt am Freitag einen Intraday-Rückgang in den Bereich 212,60-212,55 um und steigt während der frühen europäischen Sitzung auf ein neues Tageshoch. Die Spotpreise halten sich nach der Veröffentlichung der britischen Makrodaten stabil um die Marke von 213,00 und bleiben nahe dem höchsten Stand seit dem 10. Februar, der am Vortag erreicht wurde.
Daten des britischen Office for National Statistics (ONS) zeigten, dass die monatlichen Einzelhandelsumsätze im Februar um 0,4 % MoM zurückgingen, verglichen mit dem erwarteten Rückgang von 0,8 %. Hinzu kommt, dass der Wert des Vormonats nach oben revidiert wurde und nun ein Wachstum von 2 % anzeigt, statt ursprünglich gemeldeter 1,8 %. Der wichtige Bericht zum Konsumverhalten liefert jedoch kaum Impulse für das Britische Pfund (GBP), während der restriktive Ausblick der Bank of England (BoE) weiterhin als Rückenwind für das Währungspaar GBP/JPY wirkt.
Tatsächlich signalisierte die BoE letzte Woche eine mögliche Zinserhöhung bereits im April angesichts von Inflationsängsten, die durch den Iran-Krieg ausgelöst wurden. Unterdessen veröffentlichte die Bank of Japan (BoJ) eine aktualisierte Schätzung des natürlichen Zinssatzes, der nun in einer Spanne von etwa -0,9 % bis +0,5 % gesehen wird, verglichen mit der vorherigen Schätzung von -1,0 % bis +0,5 %. Investoren bleiben jedoch besorgt, dass der kriegsbedingte Anstieg der Energiepreise die wirtschaftlichen Aussichten Japans belasten und die Normalisierungsbemühungen der BoJ erschweren könnte.
Darüber hinaus würde ein anhaltender Anstieg der Rohölpreise den Inflationsdruck neu entfachen und ein klassisches stagflationäres Umfeld schaffen. Dies wird als Schwächung des japanischen Yen (JPY) und als Rückenwind für das GBP/JPY-Kreuz gesehen. Die JPY-Bären scheinen jedoch zögerlich, aggressive Wetten zu platzieren, angesichts von Spekulationen, dass die Behörden eingreifen könnten, um eine weitere Schwäche der heimischen Währung zu stoppen. Dies erfordert wiederum eine gewisse Vorsicht, bevor man sich auf weitere Gewinne des Währungspaares positioniert.
Die Einzelhandelsumsätze, die monatlich vom Office for National Statistics veröffentlicht werden, messen das Volumen der Warenverkäufe von Einzelhändlern in Großbritannien direkt an Endkunden. Veränderungen der Einzelhandelsumsätze werden weithin als Indikator für den privaten Konsum verfolgt. Prozentuale Veränderungen spiegeln die Änderungsrate dieser Verkäufe wider, wobei der MoM-Wert die Verkaufsvolumina im Referenzmonat mit dem Vormonat vergleicht. Im Allgemeinen wird ein hoher Wert als bullish für das Pfund Sterling (GBP) angesehen, während ein niedriger Wert als bärisch gilt.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Fr März 27, 2026 07:00
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Quelle: Office for National Statistics