Das Währungspaar AUD/JPY zieht im frühen europäischen Handel am Mittwoch einige Verkäufer auf rund 113,95 an. Der Australische Dollar (AUD) schwächt sich gegenüber dem Japanischen Yen (JPY) ab, da der australische Verbraucherpreisindex (VPI) im April weniger stark gestiegen ist als erwartet.
Die am Mittwoch vom Australian Bureau of Statistics (ABS) veröffentlichten Daten zeigten, dass der VPI des Landes im April im Jahresvergleich um 4,2 % gestiegen ist, verglichen mit einem Anstieg von 4,6 % im März. Diese Zahl fiel kühler aus als die Markterwartung von 4,4 % Wachstum. Der monatliche VPI lag im April bei 0,4 % gegenüber zuvor 1,1 %.
Die Finanzmärkte haben die Zinserhöhungserwartungen zurückgeschraubt und preisen laut dem ASX RBA Rate Tracker eine 93%ige Wahrscheinlichkeit ein, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) ihren Leitzins (Official Cash Rate, OCR) bei der geldpolitischen Sitzung im Juni unverändert lässt.
Im Tages-Chart behält AUD/JPY eine konstruktive bullische Tendenz bei, da der Kurs über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und dem mittleren Bollinger-Band notiert. Das Paar bewegt sich in der oberen Hälfte seiner jüngsten Volatilitätsbandbreite, während der Relative Strength Index (14) bei rund 54 ein positives, aber nicht überdehntes Momentum anzeigt, was darauf hindeutet, dass die Käufer weiterhin die Kontrolle behalten, sofern der Kurs nicht deutlich unter das mittlere Band zurückfällt.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am oberen Bollinger-Band bei 114,60, wo ein klarer Tagesabschluss darüber den Weg für weitere Gewinne öffnen würde. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am mittleren Bollinger-Band bei etwa 113,60 gesehen, gefolgt vom Tief vom 22. Mai bei 113,27. Ein tieferer Rücksetzer würde den bedeutenderen dynamischen Boden am unteren Band nahe 112,58 freilegen. Die nächste wichtige Marke ist der 100-Tage-SMA bei 110,97, an dem die breitere bullische Struktur wahrscheinlich neu bewertet würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.