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Goldpreis-Prognose: XAU/USD unter Druck – Starker Dollar und Risikoappetit deckeln Aufwärtschancen

Autor: Mitrade Team
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Quelle: DepositPhotos
  • Der Goldpreis kämpft zum Wochenstart mit der Marke von 4.050 US-Dollar, findet jedoch keine dynamischen Anschlusskäufe.

  • Ein robuster US-Dollar nahe dem 6-Monats-Hoch sowie freundliche Aktienmärkte lasten auf dem Edelmetall.

  • Geopolitische Risiken und das Warten auf US-Schlüsseldaten begrenzen das Abwärtspotenzial vorerst.

Zu Beginn der asiatischen Handelswoche gerät Gold (XAU/USD) ins Hintertreffen und rutscht zeitweise unter die psychologisch relevante Schwelle von 4.050 US-Dollar. Doch der ganz große Ausverkauf bleibt aus. Der Markt befindet sich in einer Pattsituation: Auf der einen Seite demonstriert der US-Dollar weiterhin Stärke und notiert in Schlagdistanz zu seinen Höchstständen seit Ende Mai. Dies verteuert Rohstoffe für ausländische Käufer und dämpft die Nachfrage. Hinzu kommt eine spürbare Risikofreude an den globalen Aktienmärkten, die Kapital aus sicheren Häfen wie Gold abzieht.

Dem gegenüber steht jedoch eine geopolitische Gemengelage, die alles andere als beruhigend wirkt. Die jüngste Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt sowie die fragile Lage im Nahen Osten fungieren als Sicherheitsnetz für den Goldpreis und verhindern, dass Händler aggressiv auf fallende Kurse setzen. Per Saldo verharrt XAU/USD damit in der Handelsspanne der vergangenen Woche. Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich nun gespannt auf die anstehenden US-Wirtschaftsdaten – insbesondere die BIP-Zahlen und den PCE-Preisindex –, die im Laufe der Woche als Zünglein an der Waage fungieren könnten.

Daily Digest – Markttreiber: Tauziehen zwischen Zinshoffnung und Geopolitik

Die Unsicherheit über den künftigen Kurs der US-Notenbank sorgt für nervöse Märkte. John Williams, Präsident der New York Fed, bezeichnete die aktuelle Geldpolitik am Freitag zwar als „moderat restriktiv“ und signalisierte Offenheit für Zinssenkungen. Der Markt reagierte prompt: Terminbörsen preisen mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von rund 67 % ein, dass die Fed im Dezember an der Zinsschraube dreht.

Doch der Weg ist keineswegs vorgezeichnet. Gegenstimmen aus dem Offenmarktausschuss (FOMC), wie etwa von Lorie Logan (Dallas Fed), mahnen zur Vorsicht und plädieren für ein Beibehalten des aktuellen Zinsniveaus. Diese „hawishe“ Rhetorik stützt den Greenback und hindert ihn daran, seine jüngsten Gewinne abzugeben – ein direkter Belastungsfaktor für Gold.

Gleichzeitig beflügelt die Hoffnung auf sinkende Finanzierungskosten die Aktienmärkte. Viele asiatische Indizes starteten freundlich in die Woche, da Investoren wieder bereitwilliger ins Risiko gehen. Für das zinslose Gold bedeutet dies wachsende Opportunitätskosten und einen Abfluss spekulativen Kapitals.

Auf der geopolitischen Bühne spitzt sich die Lage unterdessen weiter zu. Während die Ukraine einen massiven Drohnenangriff auf ein Heizkraftwerk in der Region Moskau lancierte, meldet Russland die Einnahme drei weiterer Dörfer im Osten der Ukraine. Brisanz birgt zudem ein Ultimatum von US-Präsident Donald Trump: Kiew hat bis zum 27. November Zeit, einem 28-Punkte-Friedensplan zuzustimmen. Dieser würde schmerzhafte Zugeständnisse und die Akzeptanz harter russischer Forderungen beinhalten, um den fast vierjährigen Krieg zu beenden. Die ukrainische Führung drängt vehement auf Nachbesserungen. Solange diese Fronten verhärtet bleiben, behält Gold seinen Status als ultimative Absicherung, was tiefere Korrekturen erschwert.

Der weitere Wochenverlauf wird datengetrieben: Am Dienstag stehen der Produzentenpreisindex (PPI) und das Verbrauchervertrauen (Conference Board) an. Das Highlight folgt am Mittwoch mit den BIP-Daten (Q3) und dem von der Fed favorisierten PCE-Preisindex. Diese Zahlen dürften entscheidend dafür sein, ob der Dollar seine Rallye fortsetzt oder ob Gold eine Atempause gegönnt wird.

Technische Analyse: 4.030 US-Dollar als entscheidende Support-Zone

Aus charttechnischer Sicht bewegt sich XAU/USD in einem kritischen Bereich. Die Bullen verteidigen bisher erfolgreich eine seit Ende Oktober bestehende Aufwärtstrendlinie. Diese Unterstützung bildet zusammen mit dem 200-Perioden-Exponential-Moving-Average (EMA) auf dem 4-Stunden-Chart eine massive Konfluenzzone bei ca. 4.030 US-Dollar. Solange dieses Niveau hält, bleibt das übergeordnete Bild neutral bis konstruktiv.

Sollten die Bären jedoch genug Kraft aufbringen, um diese Bastion nachhaltig zu durchbrechen, droht Ungemach. Ein Rutsch unter 4.030 US-Dollar würde den Weg zur psychologisch wichtigen 4.000-Dollar-Marke ebnen. Darunter wartet das Wochentief der Vorwoche bei 3.968–3.967 US-Dollar. Bei weiterer Dynamik rücken die Marken bei 3.931 US-Dollar und schließlich das markante Verlaufstief von Ende Oktober bei 3.886 US-Dollar ins Visier.

Für eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends muss Gold hingegen die Angebotszone um 4.080 US-Dollar knacken, die den Weg zur runden 4.100er-Marke versperrt. Ein Tagesschlusskurs oberhalb von 4.100 US-Dollar wäre ein starkes Kaufsignal. In diesem Szenario läge das nächste Ziel bei 4.152–4.155 US-Dollar. Wird auch dieser Widerstand überwunden, steht einem Test der 4.200-Dollar-Marke und einem Ausbruch aus der Seitwärtsphase nichts mehr im Wege.

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