USD/CAD hält sich nach moderaten Gewinnen in der vorherigen Sitzung und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 1,3670. Allerdings wertete das Paar ab, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung von höheren Ölpreisen erhielt. Kanadas Status als großer Rohölexporteur macht seine Währung besonders empfindlich gegenüber Bewegungen der Ölpreise.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl gewinnt an Boden und handelt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei etwa 71,60 USD pro Barrel. Die Rohölpreise bleiben aufgrund von Versorgungsbedenken im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten stark.
Ein Bericht von Reuters zitierte Ebrahim Jabari, den leitenden Berater des Oberbefehlshabers der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), mit den Worten: "Die Straße von Hormuz ist geschlossen. Wenn jemand versucht, zu passieren, werden die Helden der Revolutionsgarde und die reguläre Marine diese Schiffe in Brand setzen."
Der CAD könnte Unterstützung von höheren Ölpreisen erhalten, die Bedenken über eine neue Inflationswelle in Kanada neu entfacht haben, da Investoren befürchten, dass steigende Energiekosten die Zentralbanken zwingen könnten, die Zinssätze länger hoch zu halten.
Das Aufwärtspotenzial des USD/CAD-Paares könnte begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen im Zusammenhang mit den eskalierenden Spannungen im Nahen Osten weiter an Wert gewinnen könnte. US-Präsident Donald Trump sagte, die "große Welle" von Angriffen gegen den Iran im laufenden Konflikt stehe noch bevor.
Marco Rubio erklärte, dass die Vereinigten Staaten (US) sich auf einen "deutlichen Anstieg" von Angriffen im Iran in den nächsten 24 Stunden vorbereiten. Die Vereinigten Staaten (US) und Israel haben Tausende von Zielen im Iran angegriffen und ihre gemeinsame Kampagne fortgesetzt, nachdem sie dessen obersten Führer, Ayatollah Ali Khamenei, getötet hatten.
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.