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AUD/USD schwächt sich, während die Märkte die US-Inflationsdaten verarbeiten

Quelle Fxstreet
  • AUD/USD rutscht ab, da die US-Inflationsdaten die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed dämpfen.
  • Die US-Headline-Inflation entsprach den Prognosen, während die Kerninflation moderat nachgab.
  • Vorsichtige Fed-Erwartungen und schwaches Verbrauchervertrauen in Australien belasten den Aussie.

Der Australische Dollar (AUD) handelt am Dienstag unter Druck gegenüber dem US-Dollar (USD), belastet durch einen festeren Greenback nach der Veröffentlichung der neuesten US-Inflationszahlen. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert AUD/USD bei etwa 0,6677 und gibt alle Gewinne des Vortages wieder ab.

Die vom US Bureau of Labor Statistics veröffentlichten Daten zeigten, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im Dezember um 0,3% gegenüber dem Vormonat gestiegen ist, was den Markterwartungen entspricht und unverändert im Vergleich zu November ist. Auf Jahresbasis blieb die Headline-Inflation bei 2,7% stabil, ebenfalls im Einklang mit den Prognosen.

Unterdessen stieg die Kerninflation, die volatile Lebensmittel- und Energiekomponenten ausschließt, um 0,2% gegenüber dem Vormonat, was unter den Erwartungen von 0,3% lag und dem Wert des Vormonats entspricht. Auf Jahresbasis lag die Kerninflation bei 2,6%, was unter der Markterwartung von 2,7% lag und unverändert im Vergleich zu November ist.

Aus der Perspektive der Geldpolitik deuten die Daten darauf hin, dass die Inflation nur allmählich moderiert, da sie über dem Ziel von 2% der Federal Reserve (Fed) bleibt. Dieser Hintergrund hat die Erwartungen an Zinssenkungen in naher Zukunft gedämpft und die Ansicht verstärkt, dass die Zentralbank einen vorsichtigen Lockerungskurs beibehalten wird.

Die Märkte preisen weiterhin etwa zwei Zinssenkungen der Fed für später in diesem Jahr ein, während allgemein erwartet wird, dass die Entscheidungsträger die Zinssätze bei der Sitzung am 27.-28. Januar unverändert lassen.

Zusätzliche Unterstützung für den US-Dollar kam von den Äußerungen des Präsidenten der Fed St. Louis, Alberto Musalem, der sagte, dass die Inflation „näher bei 3% als bei 2%“ bleibt, aber erwartet, dass sie in diesem Jahr abnimmt, während sich der Arbeitsmarkt „geordnet“ abkühlt. Musalem warnte, dass das Risiko einer anhaltenden Inflation „immer noch bei uns ist“ und argumentierte, dass es „wenig Grund für eine weitere Lockerung der Geldpolitik in naher Zukunft“ gebe.

Gleichzeitig bemerkte er, dass die Verwirklichung von Risiken auf dem Arbeitsmarkt oder ein schneller als erwarteter Rückgang der Inflation zusätzliche Zinssenkungen angemessen machen könnte.

In Australien zeigten die am Dienstag früher veröffentlichten Daten, dass das Verbrauchervertrauen von Westpac im Januar um 1,7% fiel, nachdem es im Dezember um 9% eingebrochen war, was dem Aussie wenig Unterstützung bot.

In der Zukunft richtet sich die Aufmerksamkeit auf die US-Wirtschaftsdaten am Mittwoch, einschließlich der Einzelhandelsumsätze und des Erzeugerpreisindex (PPI). Die Märkte werden auch die Kommentare mehrerer Fed-Beamter beobachten, um zusätzliche Hinweise auf die geldpolitische Perspektive zu erhalten.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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