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Australischer Dollar steigt trotz zunehmender Risikoaversion

Quelle Fxstreet
  • Australischer Dollar gewinnt vor der Veröffentlichung des RatingDog Services PMI Chinas an Boden.
  • Die Märkte preisen eine 55%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung auf 4,35% bei der nächsten RBA-Sitzung ein.
  • Trump hob einen Brückenangriff in Teheran hervor, warnte vor weiteren Maßnahmen und forderte den Iran auf, "einen Deal zu machen."

AUD/USD gewinnt nach moderaten Verlusten am Vortag an Boden und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag um 0,6910. Das Paar gewinnt, da der US-Dollar (USD) nachgibt, trotz einer stärkeren Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten. Die Handelsaktivität könnte aufgrund des Karfreitag-Feiertags gedämpft bleiben.

China, Australiens wichtiger Handelspartner, wird später am Tag den RatingDog Services Einkaufsmanagerindex (PMI) veröffentlichen. Der Fokus wird sich dann während der nordamerikanischen Sitzung auf den US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls, NFP) für März verlagern.

Die Märkte warnen, dass höhere Energiepreise, die mit dem Konflikt im Nahen Osten verbunden sind, die Inflation ansteigen lassen könnten, was zu nach unten korrigierten Wachstumsprognosen führt und die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Reserve Bank of Australia (RBA) angesichts steigender Stagflationsrisiken erhöht. Zum 1. April lagen die ASX 30-Tage-Interbank-Cash-Rate-Futures für Mai 2026 bei 95,785, was eine 55%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung auf 4,35% bei der nächsten RBA-Sitzung impliziert.

US-Präsident Donald Trump hob am Donnerstag die Zerstörung einer Brücke in Teheran hervor, warnte vor weiteren Maßnahmen und forderte den Iran auf, "einen Deal zu schließen, bevor es zu spät ist." Unterdessen erklärte Irans Außenminister Abbas Araghchi, dass die jüngsten US-Angriffe auf zivile Infrastruktur den Iran nicht zum Rückzug zwingen würden und dass sie das "Scheitern und den moralischen Zusammenbruch eines verunsicherten Feindes" signalisierten.

Der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, äußerte Besorgnis über steigende Ölpreise und bemerkte, dass diese die Bemühungen zur Eindämmung der Inflation erschweren könnten, insbesondere wenn die Benzinkosten stark steigen und die Inflationserwartungen anheben.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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