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EUR/USD schwächt sich unter 1,1700, da die Spannungen im Nahen Osten die Stärke des US-Dollars antreiben

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD schwächt sich im frühen asiatischen Handel am Dienstag auf fast 1,1685. 
  • Die USA forderten Amerikaner auf, sofort aus Ländern im Nahen Osten zu reisen, aufgrund steigender Spannungen. 
  • Die EZB könnte geneigt sein, die Zinsen zu erhöhen, nachdem die Ölpreise aufgrund militärischer Aktionen im Nahen Osten gestiegen sind.

Das Paar EUR/USD handelt mit leichten Verlusten um 1,1685, dem niedrigsten Stand seit Ende Januar, während der frühen asiatischen Sitzung am Dienstag. Der US-Dollar (USD) gewinnt an Stärke gegenüber dem Euro (EUR), da die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten sichere Häfen begünstigen. Die vorläufige Lesung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) aus der Eurozone wird später am Dienstag veröffentlicht. 

Die Vereinigten Staaten (US) und Israel haben Tausende von Zielen im Iran angegriffen und setzen ihre gemeinsame Kampagne fort, nachdem sie dessen obersten Führer, Ayatollah Ali Khamenei, getötet haben. Der US-Außenminister Marco Rubio sagte am Dienstag, dass die USA sich auf einen "deutlichen Anstieg" von Angriffen im Iran in den nächsten 24 Stunden vorbereiten.

Unterdessen erklärte ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden (IRGC), dass die Straße von Hormuz geschlossen sei und der Iran auf jedes Schiff feuern werde, das versucht, zu passieren. Eine scharfe Eskalation der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten treibt die Anleger in den Greenback und sorgt für Gegenwind für das Hauptpaar auf kurze Sicht. 

Analysten erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen bis mindestens Mitte 2026 stabil hält. Dennoch hat ein Anstieg der Ölpreise einige Entscheidungsträger dazu veranlasst, zu suggerieren, dass die Zentralbank bereit sein sollte, die Zinsen in beide Richtungen zu bewegen, falls die wirtschaftliche Unsicherheit anhält.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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