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GBP/JPY steckt in einer engen Handelsspanne fest, während Händler den britischen VPI und das Protokoll der BoJ abwägen

Quelle Fxstreet
  • GBP/JPY bleibt in einer Spanne, da geopolitische Spannungen die Märkte vorsichtig stimmen.
  • Britische Inflationsdaten stützen das GBP, da der Kern-VPI leicht ansteigt.
  • Das Protokoll der BoJ-Sitzung deutet auf eine weitere Straffung der Geldpolitik hin.

GBP/JPY handelt am Mittwoch in einer engen Spanne mit unruhiger Kursentwicklung, da die anhaltenden Entwicklungen im US-Israel-Konflikt mit dem Iran weiterhin Volatilität im Devisenmarkt auslösen, während Händler nur begrenzt auf jüngste Wirtschaftsdaten reagieren.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert GBP/JPY bei rund 213,00 und bleibt damit zum vierten Mal in Folge auf der Oberseite.

Das Pfund Sterling (GBP) erhält moderate Unterstützung von den jüngsten britischen Inflationsdaten, die vom Office for National Statistics (ONS) veröffentlicht wurden. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Februar um 0,4 % im Monatsvergleich und entsprach damit den Erwartungen, nachdem er im Januar um 0,5 % gefallen war.

Auf Jahresbasis blieb der VPI stabil bei 3,0 % und entsprach den Prognosen. Die Kerninflation, die volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg hingegen leicht von 3,1 % auf 3,2 % im Jahresvergleich.

Die Inflation bleibt hartnäckig und liegt deutlich über dem 2%-Ziel der Bank of England (BoE), was die Zentralbank in eine schwierige Lage versetzt, da sie die Preisstabilität gegen wachsende Risiken für das Wirtschaftswachstum abwägen muss.

Die Daten liegen jedoch vor dem jüngsten Anstieg der globalen Energiepreise, der Händler dazu veranlasst hat, den geldpolitischen Ausblick neu zu bewerten, wobei die Märkte nun eher zu möglichen Zinserhöhungen tendieren statt zu den zuvor erwarteten Zinssenkungen.

Laut einem Bericht von BHH impliziert die britische Swaps-Kurve nun etwa 60 Basispunkte (bps) an Zinserhöhungen in den nächsten 12 Monaten.

Unterdessen hat sich der japanische Yen (JPY) während der asiatischen Sitzung nach der Veröffentlichung des Protokolls der Bank of Japan (BoJ) gestärkt, gab seine Gewinne jedoch später wieder ab, da die britischen Inflationsdaten das GBP stützten.

Das Protokoll der BoJ-Sitzung zeigte, dass die Entscheidungsträger offen für weitere Zinserhöhungen bleiben, wobei mehrere Mitglieder die Notwendigkeit betonten, die Geldpolitik weiter anzupassen, falls sich die Inflation entsprechend den Prognosen entwickelt. Das Protokoll wies zudem auf anhaltenden Preisdruck hin, der durch einen schwächeren Yen und steigende Importkosten verursacht wird, und betonte einen vorsichtigen und datenabhängigen Ansatz für zukünftige Straffungen.

Inflation - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.

Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.

Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.

Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.

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