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EUR/USD zeigt begrenzte Reaktion auf positiven US-Arbeitsmarktbericht bei dünner Feiertagsliquidität

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD bleibt nach stärkeren US-Arbeitsmarktdaten auf dem Rückfuß.
  • Geringe Liquidität aufgrund des Karfreitag-Feiertags hält die Kursbewegungen gedämpft.
  • US Nonfarm Payrolls (NFP) übertreffen die Prognosen, während die Arbeitslosenquote sinkt.

EUR/USD handelt am Freitag in einer engen Spanne, da ein stärker als erwarteter US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht den US-Dollar (USD) stützt, während der Euro (EUR) angesichts der dünnen Liquiditätsbedingungen aufgrund des Karfreitag-Feiertags relativ stabil bleibt.

Zum Zeitpunkt der Erstellung notierte das Währungspaar bei rund 1,1534 und bleibt damit zum zweiten Tag in Folge auf dem Rückfuß, nachdem es am Mittwoch ein Wochenhoch von 1,1627 erreicht hatte. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, bewegt sich derweil in der Nähe der Marke von 100.

Den vom US Bureau of Labor Statistics veröffentlichten Daten zufolge hat die US-Wirtschaft im März 178.000 Arbeitsplätze geschaffen und damit die Erwartungen von 60.000 übertroffen. Die Zahl für Februar wurde ebenfalls nach unten revidiert und zeigt nun einen Verlust von 133.000 Arbeitsplätzen, was tiefer ist als der zuvor gemeldete Rückgang von 92.000. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote leicht von 4,4 % auf 4,3 %.

Das Lohnwachstum zeigte jedoch Anzeichen einer Abschwächung. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im März im Monatsvergleich um 0,2 %, unter der Prognose von 0,3 % und nach 0,4 % zuvor. Auf Jahresbasis erhöhten sich die Löhne um 3,5 %, verfehlten damit die Erwartungen von 3,7 % und verlangsamten sich gegenüber 3,8 %.

Die Daten zeigten, dass die Arbeitsmarktbedingungen insgesamt widerstandsfähig bleiben, trotz schwankender Trends in den letzten Monaten, und bestätigten die Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) Spielraum hat, die Zinssätze länger unverändert zu lassen.

Die Märkte haben seit Ausbruch des US–Israel-Kriegs mit dem Iran weitgehend Wetten auf Zinssenkungen ausgeschlossen, da die inflationsgetriebenen Risiken durch Öl zugenommen haben, und die jüngsten Arbeitsmarktdaten diese Sichtweise untermauern.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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