Der Globalstratege der Rabobank, Michael Every, zeichnet ein vielschichtiges Bild für den Euro (EUR) in Europa. Er verweist auf militärische Fortschritte der Ukraine, Finanzierungspläne der EU sowie politische Spannungen innerhalb des Staatenbundes. Zugleich hebt er Risiken durch verzögerte US-Waffenlieferungen, begrenzte Vorteile eines möglichen EU-Beitritts für Kiew und eine zunehmende Aktivität der Rüstungsindustrie in Deutschland hervor. All dies spiele sich vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen den USA und Europa in Sicherheits- und außenpolitischen Fragen ab.
„In Europa könnte die Ukraine ein ‚zweites Wunderjahr‘ erleben, und ‚erstmals seit Jahren scheint ein klarer Sieg möglich‘ – begünstigt durch ihre Drohnenangriffe.“
„Zudem stellt sich die EU auf Verzögerungen bei zugesagten US-Waffenlieferungen ein, bedingt durch den Iran-Krieg. Wie die Times berichtet, verzichtet Großbritannien darauf, Tanker der russischen Schattenflotte in seinen Gewässern festzusetzen, da deren Unterbringung und Wartung zu kostspielig wäre (!). Gleichzeitig erwägen Frankreich und Deutschland Berichten zufolge Vorschläge, der Ukraine im Rahmen eines regulären EU-Beitrittsprozesses lediglich ‚symbolische‘ Vorteile zu gewähren, ohne Kiew Zugang zum gemeinsamen EU-Haushalt oder Stimmrechte einzuräumen.“
„Könnte es in ähnlicher Weise auch nur symbolische Waffen geben, wenn die USA ihr Engagement nicht ausweiten können? Währenddessen stellt das Wall Street Journal fest: ‚In Deutschland ist inzwischen jeder ein Rüstungshersteller‘, da Unternehmen ‚versuchen, sich neu als militärische Zulieferer zu positionieren, um von der beschleunigten Wiederaufrüstung des Landes zu profitieren‘.“