AUD/JPY steigt leicht an, nachdem es in der vorherigen Sitzung unverändert geblieben war, und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Mittwoch um 114,10. Das Währungspaar hält seine Gewinne, da der Australische Dollar (AUD) Unterstützung durch eine verbesserte Marktstimmung findet, nachdem eine Bloomberg-Schlagzeile, die sich auf die Tasnim News Agency in Verbindung mit der IRGC beruft, berichtete, dass der Iran ein „gewisses Zeichen“ erhalten habe, dass die Vereinigten Staaten (USA) bereit sein könnten, ihre Seeblockade zu lockern.
Darüber hinaus verlängerte US-Präsident Donald Trump den Waffenstillstand, bis greifbare Fortschritte in den Verhandlungen zwischen beiden Seiten erzielt werden, so Bloomberg. Die US-Blockade gegen iranische Schiffe bleibt jedoch nach dem Scheitern der zweiten Verhandlungsrunde bestehen, während das iranische Militär nach wiederholten Drohungen Trumps mit gezielten Angriffen auf vorab ausgewählte Ziele drohte.
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am Mittwoch jedoch, dass die Marine die Blockade iranischer Häfen weiterhin durchsetzen werde, um Teherans wichtigste Einnahmequellen durch Einschränkung des Seehandels zu beschneiden. Unterdessen teilte das britische Verteidigungsministerium mit, dass Militärplaner aus mehr als 30 Ländern sich ab Mittwoch für zwei Tage in London treffen werden, um Pläne zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus voranzutreiben und operative Details abzuschließen.
Der Aufwärtstrend im AUD/JPY bleibt begrenzt, da der japanische Yen (JPY) angesichts niedrigerer Ölpreise fest bleibt, was Japans erhebliche Abhängigkeit von Rohölimporten aus dem Nahen Osten widerspiegelt. West Texas Intermediate (WTI) fällt um fast 1,5 % und notiert zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei rund 88,30 US-Dollar pro Barrel.
Der JPY könnte Gegenwind erfahren, da Berichte darauf hindeuten, dass die Bank of Japan (BoJ) die Zinssätze in diesem Monat voraussichtlich unverändert lässt, während sie die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts bewertet, jedoch möglicherweise bereits im Juni auf eine potenzielle Rückkehr zur geldpolitischen Normalisierung hinweist. Die Zentralbank wird zudem erwartet, ihre Inflationsprognose anzuheben und gleichzeitig die Wachstumsprognosen zu senken, was die Auswirkungen der erhöhten Energiekosten und der breiteren Risiken im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt unterstreicht.
Bei den Daten stiegen Japans Exporte um 11,7 % und übertrafen damit die Erwartungen von 11 % zum siebten Mal in Folge, was auf eine starke Nachfrage aus China und den ASEAN-Ländern zurückzuführen ist. Der Handelsüberschuss lag jedoch bei 667 Mrd. JPY und blieb damit hinter den prognostizierten 1.106 Mrd. JPY zurück.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.