Das Paar EUR/USD handelt während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch flach bei rund 1,1745. Das wichtige Währungspaar konsolidiert, während der US-Dollar (USD) angesichts der Hoffnungen auf eine verlängerte Pattsituation zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran leicht nachgibt.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, geringfügig bei etwa 98,30.
Die Ankündigung der Verlängerung des Waffenstillstands durch den US-Präsidenten Donald Trump mit dem Iran hat die Nachfrage nach dem sicheren Hafen US-Dollar verringert.
Am späten Dienstag kündigte US-Präsident Donald Trump die Verlängerung des Waffenstillstands auf unbestimmte Zeit über einen Beitrag auf Truth Social an und erklärte, dass das Militär seine Angriffe auf den Iran zurückhalten werde, bis Washington einen einheitlichen Vorschlag erhält.
Für die Zukunft wird der wichtigste Auslöser für den Euro (EUR) die geldpolitische Bekanntgabe der Europäischen Zentralbank (EZB) am 30. April sein.

EUR/USD handelt flach bei rund 1,1745 und hält eine konstruktive bullishe Tendenz, da der Kurs über dem 20-Perioden exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,1694 und dem 50%-Fibonacci-Retracement des jüngsten Schwungs bei 1,1745 bleibt.
Der Relative-Stärke-Index (14) bei etwa 57 befindet sich komfortabel im positiven Bereich, was auf anhaltendes Aufwärtsmomentum hindeutet und gleichzeitig Raum lässt, bevor überkaufte Bedingungen entstehen.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am 61,8%-Fibonacci-Retracement nahe 1,1825, gefolgt vom 78,6%-Retracement bei 1,1938, wobei das Zyklushöchst bei 1,2082 als weiter entferntes bullishes Ziel fungiert. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am 20-Perioden-EMA bei 1,1694 gesehen; ein Unterschreiten dieses Durchschnitts würde zu einem tieferen Pullback in Richtung des 38,2%-Retracements bei 1,1666 führen, während 1,1567 und 1,1408 als entferntere Unterstützungsniveaus innerhalb der breiteren bullischen Struktur verbleiben.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.