Das Währungspaar AUD/JPY gewinnt im frühen europäischen Handel am Montag an Boden und notiert bei rund 113,80. Hoffnungen auf eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus stärken die Risikoappetit und unterstützen den Australischen Dollar (AUD) gegenüber dem Japanischen Yen (JPY).
Die Vereinigten Staaten (USA) und der Iran signalisierten Fortschritte bei den Bemühungen zur Beilegung des Konflikts, doch wichtige Details eines Rahmenabkommens werden noch verhandelt, und ein US-Beamter erklärte, es könne noch einige Tage dauern, bis eine Einigung erzielt wird. US-Präsident Donald Trump erklärte jedoch, dass eine Einigung nahe sei, die US-Blockade iranischer Schiffe in der Straße von Hormus aber „in vollem Umfang bestehen bleiben“ werde, bis ein Abkommen unterzeichnet sei.
Andererseits haben die Märkte die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen der Reserve Bank of Australia (RBA) nach einem überraschenden Anstieg der Arbeitslosenquote deutlich reduziert. Dies könnte wiederum das Aufwärtspotenzial des Aussie begrenzen. Die Arbeitslosenquote in Australien stieg im April auf 4,5 % von 4,3 % im März. Dieser Wert ist der höchste seit etwa viereinhalb Jahren.
Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung der RBA sank laut den von Westpac bereitgestellten Finanzmarktpreisen von 13 % vor der Veröffentlichung des Beschäftigungsberichts auf nur noch 3 %.
Im Tages-Chart behält AUD/JPY eine konstruktive bullische Tendenz bei, da der Kurs über dem mittleren Bollinger-Band und dem 100-Tage-Durchschnitt notiert. Der Relative Strength Index (14) liegt nahe bei 54, was auf ein stetiges, aber gedämpftes Aufwärtsmomentum und nicht auf eine Überhitzung hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am oberen Bollinger-Band bei 114,72. Ein klarer Ausbruch darüber würde den Weg für weitere Gewinne im Rahmen des breiteren Aufwärtstrends öffnen. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am Eröffnungspunkt des Tages um das mittlere Bollinger-Band bei 113,65 gesehen, gefolgt vom unteren Band nahe 112,53. Tiefere Rücksetzer dürften sich auf den 100-Tage-Durchschnitt bei rund 110,80 stützen, um die breitere bullische Struktur zu erhalten.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.