Das Paar EUR/USD handelt im europäischen Handel am Mittwoch leicht höher bei rund 1,1640. Das wichtige Währungspaar steigt, da der Euro (EUR) insgesamt fest tendiert, obwohl die Unsicherheit bezüglich des US-Iran-Abkommens weiterhin besteht.
Die Sorgen um das US-Iran-Abkommen haben sich verschärft, da Teheran sogenannte „defensive Angriffe“ des US-Zentralkommandos verurteilt. Am Montag führte das US-Zentralkommando Angriffe auf den Iran durch, die als „Selbstverteidigung“ beschrieben wurden und darauf abzielten, „unsere Truppen vor Bedrohungen durch iranische Streitkräfte zu schützen“.
Unterdessen notiert der US-Dollar (USD) im europäischen Handel leicht schwächer, wobei der US-Dollar-Index (DXY) um 0,1 % auf rund 99,05 fällt.
In Zukunft werden sich die Anleger auf die US-deutschen Inflationsdaten konzentrieren, die am Donnerstag bzw. Freitag veröffentlicht werden.
Die US-Kern-PCE-Inflation – der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve (Fed) – wird voraussichtlich mit einer annualisierten Rate von 3,3 % wachsen, schneller als die 3,2 % im März, wobei die monatlichen Werte stetig um 0,3 % steigen.
In Deutschland wird erwartet, dass die vorläufigen Daten des Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Mai mit 2,9 % im Jahresvergleich (YoY) stabil bleiben.

EUR/USD notiert zum Zeitpunkt der Erstellung bei rund 1,1645. Der kurzfristige Trend des Paares bleibt jedoch bärisch, da es durch den 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,1664 gedeckelt wird.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) bei 46,7 liegt unter der 50er-Linie, was auf nachlassendes bullishes Momentum und nicht auf eine klare Überverkauft-Situation hindeutet.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung in der Nähe der ehemaligen Aufwärtstrendlinie bei etwa 1,1602 gesehen, wobei ein Bruch darunter wahrscheinlich tiefere Verluste in den kommenden Sitzungen bis in Richtung 1,1500 freilegen würde. Auf der Oberseite ist ein Tagesschluss über dem 20-Perioden-EMA bei 1,1664 erforderlich, um den unmittelbaren Abwärtsdruck zu verringern und den Weg für eine nachhaltigere Erholung in Richtung 1,1700 zu öffnen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.