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Japanischer Yen erreicht Vier-Wochen-Tief gegenüber festeren USD aufgrund von Hormuz-Risiken und Befürchtungen einer Gegenintervention

Quelle Fxstreet
  • USD/JPY zieht zum dritten Tag in Folge Käufer an, obwohl Interventionserwartungen beim JPY die Gewinne begrenzen.
  • Wirtschaftliche Sorgen aufgrund des Hormuz-Risikos schwächen den JPY und stützen die Kassapreise.
  • Spannungen im Nahen Osten und Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed begünstigen den USD vor den wichtigen US-Makrodaten.

Das Währungspaar USD/JPY handelt zum dritten Tag in Folge mit positiver Tendenz und erreicht während der asiatischen Sitzung am Donnerstag ein Vier-Wochen-Hoch in der Nähe der Marke von 159,60. Der japanische Yen (JPY) zeigt weiterhin eine relative Underperformance angesichts wirtschaftlicher Sorgen, die aus dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten resultieren. Dies wirkt zusammen mit einem insgesamt festeren US-Dollar (USD) als Rückenwind für die Kassapreise, wobei jedoch Interventionserwartungen weitere Gewinne vor wichtigen US-Makroveröffentlichungen begrenzen könnten.

Die Anleger bleiben besorgt, dass die japanische Wirtschaft aufgrund der anhaltenden Störungen der Energieversorgung durch die Straße von Hormuz erheblich belastet wird. Tatsächlich hat der Schiffsverkehr durch die strategische Wasserstraße seit Beginn des Nahostkonflikts aufgrund von Irans Bewegungseinschränkungen und der US-Blockade iranischer Häfen drastisch abgenommen. Hinzu kommt, dass erneute US-Angriffe auf den Iran das Risiko einer weiteren Eskalation der Spannungen in der Region erhöhen, was den JPY weiterhin schwächt und das Währungspaar USD/JPY stützt.

Ein US-Beamter teilte Reuters mit, dass das US-Militär am Mittwoch neue Angriffe im Iran durchgeführt habe, bei denen ein Militärstandort ins Visier genommen wurde, der eine Bedrohung für amerikanische Streitkräfte und den kommerziellen Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz darstellte. Der US-Beamte sagte außerdem, dass amerikanische Streitkräfte mehrere iranische Drohnen abgefangen und abgeschossen hätten, die eine ähnliche Bedrohung darstellten. Darüber hinaus erklärte US-Präsident Donald Trump, dass er mit den mit dem Iran ausgehandelten Bedingungen nicht zufrieden sei und sich nicht zu einem schnellen Abkommen drängen lasse, was die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung zur Beendigung des drei Monate andauernden Krieges dämpft.

Die jüngsten Entwicklungen stützen wiederum den Status des Greenbacks als Reservewährung angesichts von Wetten, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Jahr 2026 aufgrund von Inflationssorgen die Zinsen anheben wird, und unterstützen das Währungspaar USD/JPY weiter. Die Bären beim JPY scheinen jedoch zögerlich zu sein angesichts von Spekulationen, dass die japanischen Behörden erneut eingreifen werden, um die heimische Währung zu stützen. Zudem könnten Händler sich vor der Veröffentlichung des US-Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) und des vorläufigen US-BIP-Berichts später am Tag an die Seitenlinie zurückziehen.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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