Das Paar NZD/USD hält im frühen asiatischen Handel am Montag Verluste um 0,5975. Der neuseeländische Dollar (NZD) bleibt nach den chinesischen Wirtschaftsdaten schwach. Die Händler werden später am Tag den US-ISM-Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe im Blick behalten. Am Freitag stehen die US Nonfarm Payrolls (NFP) im Fokus.
Am Montag veröffentlichte Daten von RatingDog zeigten, dass der chinesische RatingDog Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe im Mai von 52,2 im April auf 51,8 fiel. Dieser Wert lag besser als die Markterwartungen von 51,4. Dieser Bericht hat jedoch keine Auswirkungen auf den China-Proxy Kiwi.
Die Händler werden die Entwicklungen im Nahen Osten genau beobachten. Anzeichen für anhaltende Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnten sich auf riskantere Anlagen wie den NZD gegenüber dem USD auswirken. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sagte, dass Gespräche und Nachrichtenaustausch mit Washington andauerten, betonte jedoch, dass keine Bewertung der Verhandlungen vorgenommen werden könne, bis ein klares Ergebnis erzielt werde.
Der ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, sagte laut Bloomberg, dass die US-Notenbank das öffentliche Vertrauen, das für die Unterstützung einer starken und stabilen Wirtschaft erforderlich ist, beschädigen würde, wenn jeder Präsident Fed-Beamte wegen politischer Meinungsverschiedenheiten entlassen könnte.
Die US-Beschäftigungsdaten für Mai werden am Freitag im Mittelpunkt stehen. Es wird erwartet, dass die US Nonfarm Payrolls (NFP) im Mai 96.000 neue Arbeitsplätze schaffen, während die US-Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich unverändert bei 4,3 % bleibt. Bei stärker als erwarteten Ergebnissen könnte dies den Greenback stärken und dem Paar Gegenwind verschaffen.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.