Brown Brothers Harriman berichtet, dass USD/JPY nach den rekordhohen Devisenmarktinterventionen des japanischen Finanzministeriums richtungslos oberhalb von 159,00 gehandelt wird. Die Maßnahmen sollten den Anstieg des Währungspaars im Bereich von 160,00 begrenzen. Die Bank verweist darauf, dass niedrigere Ölpreise USD/JPY in Richtung 155,00 drücken könnten. Für einen nachhaltigen Rückgang unter diese Marke wäre jedoch eine straffere Geldpolitik der japanischen Notenbank erforderlich, was derzeit als unwahrscheinlich angesehen wird.
„USD/JPY bewegt sich richtungslos oberhalb von 159,00. Das japanische Finanzministerium hat im Zeitraum vom 28. April bis zum 27. Mai insgesamt 11,735 Billionen Yen eingesetzt, um den Anstieg von USD/JPY zu bremsen.“
„Das ist der höchste Interventionsbetrag in der Geschichte und unterstreicht die Entschlossenheit der Behörden, USD/JPY im Bereich von 160,00 in Schach zu halten.“
„Die Korrektur der Rohölpreise nimmt etwas Druck vom Yen und könnte dazu beitragen, USD/JPY in Richtung 155,00 zu bewegen.“
„Ein deutlicher Durchbruch unter dieses Niveau hängt jedoch davon ab, dass die Bank of Japan einen restriktiveren Kurs einschlägt. Darauf zu setzen, ist noch zu früh, da sich im April nahezu alle zugrunde liegenden Inflationsindikatoren abgeschwächt haben.“