Das Währungspaar AUD/JPY notiert am Dienstag während der frühen europäischen Handelsstunden bei rund 112,75 im negativen Bereich. Der Japanische Yen (JPY) wertet gegenüber dem Australischen Dollar (AUD) auf, da Händler wegen möglicher Devisenmarktinterventionen der japanischen Behörden in Alarmbereitschaft sind. Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara erklärte am Dienstag, dass er bei Bedarf angemessene Maßnahmen gegen die Devisenbewegungen ergreifen werde.
Auf der anderen Seite könnte eine hawkische Zinspausenhaltung der Reserve Bank of Australia (RBA) den Aussie stützen. Die australische Zentralbank entschied sich nach ihrer geldpolitischen Sitzung im Juni letzte Woche, den Leitzins (Official Cash Rate - OCR) unverändert bei 4,35% zu belassen. Trotz der Zinspause signalisierten die Vorstandsmitglieder, dass weitere Zinserhöhungen notwendig sein könnten, um ihre Ziele zu erreichen.
Im Tageschart behält AUD/JPY eine leicht konstruktive Tendenz bei, während es über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und dem unteren Bollinger Band bleibt, was darauf hindeutet, dass die zugrundeliegende Nachfrage trotz des jüngsten Rückzugs von den Höchstständen intakt bleibt. Der Relative Strength Index (RSI) bei 43,6 tendiert leicht bärisch, ist aber nicht überverkauft, was eher auf eine Konsolidierung als auf eine entscheidende Umkehr hindeutet, da der Kurs innerhalb der oberen Hälfte seiner breiteren Bollinger-Bänder oszilliert.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am mittleren Bollinger-Band bei 113,40, und ein nachhaltiger Durchbruch über diesen Bereich würde den Weg für einen erneuten Test des oberen Bollinger-Bands bei rund 114,78 öffnen. Auf der Unterseite liegt der unmittelbare Fokus auf dem 100-Tage-SMA bei 112,20 vor dem unteren Bollinger-Band bei 112,00, wo Käufer voraussichtlich mehr Interesse zeigen würden, falls der Rückzug sich vertieft.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.