GBP/JPY notiert am Donnerstag weitgehend unverändert, nachdem der moderate Pullback vom Mittwoch eine viertägige Gewinnserie beendet hatte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung handelt das Währungspaar bei rund 216,45, wobei Momentum-Indikatoren auf begrenztes Kaufinteresse hindeuten.
Der japanische Yen (JPY) bleibt insgesamt schwach, da Sorgen über die fiskalischen Aussichten Japans und die im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften relativ niedrigen Zinssätze die Währung weiterhin belasten. Dies hält die breitere Tendenz für GBP/JPY nach oben gerichtet.
Allerdings bleibt auch die Stimmung rund um das britische Pfund (GBP) etwas fragil, da die fiskalischen Sorgen im Vereinigten Königreich vor dem Haushaltsplan am 28. Oktober erhöht bleiben. Gleichzeitig begrenzen die vorsichtige Haltung der Bank of England (BoE) und ihre Zurückhaltung, die Zinssätze weiter anzuheben, zusätzliche Unterstützung für das Pfund.
Kurzfristig dürfte GBP/JPY in einer Konsolidierungsphase bleiben, wobei die am Freitag anstehenden Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) in Tokio möglicherweise den nächsten richtungsweisenden Katalysator liefern.

Auf dem Tages-Chart behält GBP/JPY eine leicht bullische Tendenz bei, obwohl das technische Setup eher auf eine Konsolidierung als auf eine starke Richtungsbewegung hindeutet. Das Währungspaar hält sich oberhalb des 50-Tage-, 100-Tage- und 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) und bleibt zudem über dem 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 215,72, was die breitere Struktur konstruktiv hält.
Die Momentum-Indikatoren bleiben jedoch gedämpft. Der Relative Strength Index (RSI) pendelt um 54, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) leicht über null bleibt, aber nachlassendes positives Momentum zeigt. Gleichzeitig deutet der Average Directional Index (ADX) nahe 17 auf einen schwachen Trend hin und stützt damit die Annahme einer kurzfristigen Konsolidierung.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 78,6%-Fibonacci-Retracement bei 217,40, gefolgt vom jüngsten Swing-Hoch und dem 100%-Retracement bei 219,50. Auf der Unterseite bietet der Bereich 215,84-215,72, wo der 50-Tage-SMA auf das 61,8%-Retracement trifft, unmittelbare Unterstützung. Ein Rückgang darunter könnte den 100-Tage-SMA bei 215 freilegen, gefolgt vom 50%-Retracement bei 214,54 und dem 200-Tage-SMA nahe 212,82.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.