Australischer Dollar-Bullen scheinen nahe 0,7100 zögerlich, da sich der USD von einem Zwei-Monats-Tief erholt

AUD/USD kämpft darum, Käufer anzulocken, da durch Öl getriebene Inflationssorgen den Dollar stützen.
Die Pattsituation zwischen den USA und dem Iran hält die Kriegsrisikoprämie im Spiel und stützt den USD weiter.
Die hawkische Ausrichtung der RBA könnte die Kassakurse vor dem FOMC-Protokoll am Mittwoch unterstützen.
Das Paar AUD/USD dreht nach einem moderaten Anstieg in der asiatischen Sitzung am Dienstag ins Minus und wartet auf einen Bruch unter die Marke von 0,7100, bevor es die Korrektur des Vortags vom höchsten Stand seit dem 5. Juni ausweitet.
Der US-Dollar (USD) gewinnt etwas positive Dynamik und erholt sich weiter von einem am Montag erreichten Zweimonatstief, da Inflationssorgen infolge höherer Ölpreise die Wetten auf mindestens eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) auf dem Tisch halten. Abgesehen davon hält die Pattsituation zwischen den USA und dem Iran die geopolitische Risikoprämie im Spiel und erweist sich als ein weiterer Faktor, der den sicheren Hafen Greenback stützt, was wiederum als Gegenwind für das Paar AUD/USD gesehen wird.
Präsident Donald Trump sagte, dass die USA keine Verlängerung des am Montag ausgelaufenen Memorandum of Understanding (MoU) mit dem Iran anstreben. Darüber hinaus wiederholte Trump seine Idee, die strategisch wichtige Straße von Hormus zum US-Territorium zu erklären, und warnte, dass er Oman ins Visier nehmen werde, falls das Land Maßnahmen zur Wiedereröffnung der strategischen Wasserstraße behindere. Dies geschieht, nachdem die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen ihre Kampagne gegen Saudi-Arabien verschärft haben, was die Ölpreise auf ein Zwei-Wochen-Hoch getrieben hat.
Anleger bleiben besorgt, dass höhere Energiepreise den Inflationsdruck neu entfachen und die US-Notenbank zu einer hawkischeren Haltung zwingen würden. USD-Bullen könnten jedoch abwarten, bis weitere Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed vorliegen. Daher wird der Fokus weiterhin auf der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls liegen, die am Mittwoch ansteht. In der Zwischenzeit könnte der hawkische Ausblick der Reserve Bank of Australia (RBA) als Rückenwind für den Australischen Dollar (AUD) und das Paar AUD/USD wirken.
Strategen bei Rabobank heben hervor, dass Gouverneurin Bullock rasch reagierte, um die anfängliche dovishe Interpretation der jüngsten Entscheidung der RBA zu korrigieren, und betonte, dass der Vorstand sowohl das Halten als auch eine Anhebung der Zinsen aktiv erwogen habe. Sie merken an, dass Bullock die anhaltende Straffungsneigung unterstrich, indem sie erklärte, dass eine weitere Erhöhung „ziemlich möglich“ bleibe.
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