TradingKey – Am 24. August US-Ostküstenzeit gaben die Titel des Philadelphia Semiconductor Index auf breiter Front nach, wobei KI-Hardware-Aktien kollektiv nachgaben. Unter ihnen führten Speicherwerte, Aktien aus dem Bereich der optischen Kommunikation und Chipwerte den Rückgang an.
SanDisk (SNDK) fiel zeitweise um über 10 %; Micron (MU) sank um mehr als 7 % und fiel unter die Marke von 900 US-Dollar; SK Hynix (SKHY) gab um mehr als 5 % nach; Marvell Technology (MRVL), AMD (AMD) und Intel (INTC) verloren jeweils mehr als 3 %.
Auf der Nachrichtenseite sendete OpenAI-CEO Sam Altman kürzlich ein seltenes Signal der Vorsicht aus und räumte öffentlich ein, dass die gesamte Branche, einschließlich OpenAI, das Wachstumstempo der KI allgemein überschätzt habe.
Altman erklärte, dass die Branche bereits 2023 bei der Einführung von GPT-4 allgemein erwartet habe, dass KI die Softwarebranche rasch umwälzen und die Geschäftslandschaft neu gestalten würde. Die Realität sei jedoch, dass das Wirtschaftssystem selbst eine starke operative Trägheit besitzt; das Beschaffungsverhalten von Unternehmen und das Nutzerverhalten lassen sich nicht über Nacht umstrukturieren, und die technologische Transformation von Branchen erfordert einen längeren Durchdringungszyklus. Aus seiner Sicht ist ein langsamer als erwartet verlaufendes Tempo der Umsetzung nicht vollkommen negativ; ein reibungsloserer Übergang werde stattdessen die Volatilität der Branche verringern und den Prozess der Technologieintegration solider gestalten.
Für die Kapitalmärkte bedeutet eine Abwärtskorrektur der Erwartungen eine Neuausrichtung der Bewertungslogik. Seit dem Aufkommen von ChatGPT wurden weltweit gewaltige Kapitalmengen entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette investiert, und die Bewertungen von Technologieunternehmen wurden weitgehend durch das KI-Wachstumsnarrativ gestützt.
Sobald die Wachstumsraten nach unten korrigiert werden, wird die Frage, ob die bisherigen hohen Investitionen den erwarteten Renditen entsprechen können, zur zentralen Logik für eine Neubewertung am Markt, was hoch bewertete Titel, die auf hohe Wachstumserwartungen angewiesen sind, im Hinblick auf eine Bewertungskorrektur unter Druck setzt.