Gold (XAU/USD) zieht nach dem nächtlichen Scheitern vor der 5.100-Dollar-Marke heftige Verkäufe an und taucht während der asiatischen Sitzung am Donnerstag unter die 4.800-Dollar-Marke. Der US-Dollar (USD) steigt auf ein Zwei-Wochen-Hoch und versucht, sich auf seiner kürzlichen Erholung von einem Vierjahrestief weiter aufzubauen, was wiederum einen gewissen Druck auf den Rohstoff ausübt. Darüber hinaus berichtete die staatlich unterstützte Vereinigung von einem Rückgang des Goldverbrauchs in China im Jahr 2025, was den steilen intraday Rückgang weiter verstärkt.
Auf geopolitischer Ebene haben Iran und die USA vereinbart, am Freitag in Oman Gespräche zu führen, was die Bedenken über eine breitere militärische Konfrontation verringert und das sichere Gold weiter untergräbt. In der Zwischenzeit deutete der schwächere US-ADP-Bericht vom Mittwoch auf eine Schwäche des Arbeitsmarktes hin und stärkte die Argumentation für Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed). Dies könnte die USD-Bullen davon abhalten, aggressive Wetten zu platzieren, und als Rückenwind für das zinslose gelbe Metall wirken, was Vorsicht für aggressive Bären erfordert.
Das nächtliche Scheitern vor der 5.100-Dollar-Marke und der anschließende Rückgang untermauern die Argumentation für eine weitere kurzfristige Abwertung des Goldes. Die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie steht über der Signallinie und über null, während ein sich zusammenziehendes positives Histogramm darauf hindeutet, dass das Momentum nachlässt. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 46, neutral und unterhalb seiner Mittellinie.
Die 200-Perioden-Simple Moving Average (SMA) steigt jedoch auf 4.677,91 USD, wobei der Goldpreis darüber bleibt und eine Aufwärtsneigung beibehält. Gemessen vom Hoch von 5.597,45 USD bis zum Tief von 4.390,81 USD fungiert das 50%-Retracement-Niveau bei 4.994,13 USD als anfänglicher Widerstand, und ein Ausbruch könnte das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 5.136,51 USD anvisieren. Ein Schlusskurs über dieser Hürde würde den bullischen Ton verstärken und den Weg für eine weitere Erholung öffnen.
Die kurzfristige Dynamik ist gemischt, da die positive Neigung des MACD nachlässt und der RSI unter 50 bleibt, was die Preisbewegung unter dem nahegelegenen Widerstand hält. Ein Scheitern, die 4.994,13 USD zu überwinden, würde die Spanne intakt halten, während Rückgänge durch die steigende 200-Perioden-SMA um 4.677,91 USD abgefedert würden.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.