Gold (XAU/USD) kehrt die moderaten Verluste der asiatischen Sitzung um und bewegt sich in der Region von 4.768 bis 4.767 USD, einem Drei-Tage-Tief, zeigt jedoch keinen Anschlussverkauf und bleibt unter der Marke von 4.800 USD angesichts gemischter Signale. Trotz verstärkter diplomatischer Bemühungen zur Beendigung des Nahostkonflikts blieben Anzeichen von Spannungen zwischen den USA und Iran aufgrund der anhaltenden amerikanischen Seeblockade iranischer Häfen bestehen. Dies wird wiederum als Stütze für den Status des US-Dollars (USD) als Reservewährung gesehen und wirkt als Gegenwind für die Rohstoffpreise.
Unterdessen nährte ein 10-tägiger Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon Hoffnungen auf ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und Iran. Tatsächlich äußerte sich US-Präsident Donald Trump am Donnerstag optimistisch und sagte Reportern, dass Iran kurz vor einem Deal stehe. Laut dem Wall Street Journal haben Washington und Teheran prinzipiell zugestimmt, neue Gespräche zu führen, wobei jedoch weder Zeit noch Ort für das Treffen festgelegt wurden. Dennoch bleiben die Entwicklungen unterstützend für eine positive Risikostimmung, die zusammen mit sinkenden Chancen für eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) die Erholung des USD von seinem niedrigsten Stand seit Ende Februar begrenzt und den Abwärtsspielraum für Gold einschränkt.
Der Anfang der Woche veröffentlichte US-Erzeugerpreisindex (PPI) milderte die Befürchtungen hinsichtlich der inflationsfördernden Auswirkungen des kriegsbedingten Anstiegs der Energiepreise. Hinzu kommen Wetten auf eine weitere Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten, die die Rohölpreise in der Defensive halten und die hawkischen Erwartungen an die Fed dämpfen. Händler preisen derzeit eine etwa 30-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der Fed bis Jahresende ein, was Händler davon abhält, auf weitere USD-Gewinne zu setzen, und dem renditeschwachen gelben Metall Unterstützung bietet. Daher ist es ratsam, auf Anschlussverkäufe zu warten, bevor man sich für eine Ausweitung des Rückzugs dieser Woche von einem fast einmonatigen Hoch positioniert.
Für den weiteren Verlauf stehen am Freitag keine relevanten marktrelevanten Wirtschaftsdaten aus den USA an, sodass der USD von den Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder abhängig bleibt. Der Fokus wird jedoch weiterhin auf einer weiteren Runde der US-Iran-Friedensgespräche liegen, die an diesem Wochenende stattfinden könnten. Die eingehenden Schlagzeilen könnten weiterhin Volatilität an den Finanzmärkten auslösen und bedeutende Chancen rund um Gold bieten. Dennoch bleibt das XAU/USD-Paar auf Kurs, um zum dritten Mal in Folge moderate Gewinne zu verzeichnen.
Aus technischer Sicht rechtfertigt der nächtliche gescheiterte Versuch, den 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart zu überwinden, Vorsicht bei bullischen Händlern. Der anschließende Rückgang stoppt jedoch vor dem 50%-Retracement-Level des Rückgangs im März, sodass es ratsam ist, auf Anschlussverkäufe unterhalb der Unterstützungszone bei 4.765 USD zu warten, bevor man sich für weitere Verluste positioniert.
Unterdessen sind die Momentum-Indikatoren gemischt: Der Relative Strength Index (RSI) pendelt nahe dem neutralen Wert von 50, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) weiter unter die Nulllinie mit negativem Wert fällt. Dies deutet darauf hin, dass Verkäufer taktisch im Vorteil bleiben, sofern der Preis nicht den wichtigen Widerstand des 200-Perioden-SMA bei rund 4.814 USD zurückerobert. Darauf folgt eine stärkere Fibonacci-Barriere beim 61,8%-Retracement nahe 4.912 USD. Ein nachhaltiger Durchbruch über diese Hürden wäre erforderlich, um die derzeitige bärische Stimmung zu lockern und den Weg in Richtung 5.130 und 5.409 USD zu öffnen.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am 50,0%-Retracement bei 4.759 USD, und ein Durchbruch unter dieses Niveau würde die nächsten Fibonacci-Unterstützungen bei 4.606 und anschließend 4.416 USD freilegen, wo Käufer voraussichtlich verstärktes Interesse zeigen würden, um die breitere Aufwärtstrendstruktur zu verteidigen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.