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Bitcoin jagt wieder Richtung 100.000 Dollar – Inflation gibt Krypto Rückenwind

Quelle Fxstreet

Der Bitcoin (BTC) notiert am Mittwoch bei rund 95.000 US-Dollar, nachdem er am Vortag um mehr als 4,5 Prozent zugelegt und über einer wichtigen Widerstandszone geschlossen hatte. Eine steigende Risikobereitschaft, ausgelöst durch schwächer als erwartete US-Inflationsdaten am Dienstag, sorgte für Nachfrage nach riskanten Anlagen. Zusätzlich zieht die institutionelle Nachfrage an: Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten die höchsten Tageszuflüsse seit drei Monaten und untermauern damit das positive Marktbild für die größte Kryptowährung.

Makrodaten treiben Risikofreude

Das US-Arbeitsministerium veröffentlichte am Dienstag Daten, wonach der Verbraucherpreisindex (CPI) in den USA im Dezember im Jahresvergleich um 2,7 Prozent gestiegen ist. Damit blieb die Teuerung unverändert gegenüber November und entsprach den Markterwartungen. Der Kernindex ohne Energie und Nahrungsmittel legte jedoch nur um 2,6 Prozent zu und fiel damit geringer aus als die prognostizierten 2,7 Prozent. Auf Monatssicht stiegen der Gesamtindex um 0,3 Prozent und der Kernindex um 0,2 Prozent.

Die schwächer als erwartete Kerninflation stärkte die Risikoneigung an den Finanzmärkten. US-Aktien erreichten neue Rekordstände, während risikoreiche Anlagen wie Bitcoin auf ein Tageshoch von 96.495 US-Dollar kletterten – den höchsten Stand seit dem 17. November.

An den Märkten richtet sich der Blick nun auf die US-Einzelhandelsumsätze für November sowie auf die Erzeugerpreisdaten (PPI) für Oktober und November. Überraschungen oder Abweichungen von den Erwartungen könnten die Einschätzung zum künftigen Zinspfad der US-Notenbank verändern und neue Volatilität bei riskanten Anlagen wie Bitcoin auslösen.

Höchster Tageszufluss seit drei Monaten

Die institutionelle Nachfrage hat sich in dieser Woche weiter verstärkt. Daten von SoSoValue zeigen, dass Bitcoin-Spot-ETFs am Dienstag Mittelzuflüsse von 753,73 Millionen US-Dollar verbuchten – der höchste Tageswert seit dem 6. Oktober. Setzt sich dieser Trend fort, könnte Bitcoin seine laufende Erholung ausbauen.

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Nettozuflüsse in Bitcoin-Spot-ETFs pro Tag. Quelle: SoSoValue

Holt Bitcoin zum S&P 500 auf?

Ein Bericht von K33 Research verwies am Dienstag auf mehrere potenziell marktbewegende Ereignisse, insbesondere mit Blick auf Zölle, die Unabhängigkeit der US-Notenbank und die Regulierung von Kryptowährungen.

Demnach habe sich der Bitcoin-Preis zuletzt weitgehend seitwärts bewegt, während der S&P 500 weiter zulegte. Das habe die relative Wertentwicklung von Bitcoin gegenüber Aktien belastet. Da das Verhältnis BTC/SPX seit drei Monaten in einer Konsolidierungsphase verharrt, könnten die anstehenden Ereignisse als Auslöser für eine kräftige Richtungsbewegung dienen.

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Chart zum BTC/SPX-Verhältnis. Quelle: K33 Research

Bitcoin-Ausblick: Bullen nehmen 100.000 Dollar ins Visier

Der Bitcoin-Preis fand am 8. Januar Unterstützung im Bereich einer zuvor überwundenen Konsolidierungszone bei 90.000 US-Dollar und erholte sich bis zum Wochenbeginn leicht. Am Dienstag stieg BTC um mehr als vier Prozent und schloss oberhalb des 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracements bei 94.253 US-Dollar, das sich aus dem April-Tief bei 74.508 Dollar und dem Allzeithoch im Oktober bei 126.199 Dollar ergibt. Am Mittwoch wird Bitcoin um 95.000 US-Dollar gehandelt.

Setzt sich die Rally fort, könnte der Kurs weiter in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 100.000 US-Dollar steigen.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) im Tageschart liegt bei 65 und damit über der neutralen Marke von 50, zudem zeigt er nach oben. Das signalisiert zunehmenden Aufwärtsdruck. Auch der MACD-Indikator weist weiterhin ein bullisches Crossover auf, begleitet von steigenden grünen Histogrammbalken oberhalb der Nulllinie, was den positiven Ausblick untermauert.

BTC

BTC/USDT-Tageschart

Sollte es dagegen zu einer Korrektur kommen, könnte sich der Rückgang bis zur Unterstützung bei 94.253 US-Dollar sowie zur 50-Tage-Exponentiellen-Gleitenden-Durchschnittslinie bei 91.858 US-Dollar ausweiten.

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