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Bitcoin Wochenprognose: Erholungshoffnungen schwinden, nachdem die Fed die Party verdirbt

Quelle Fxstreet
  • Bitcoin sieht aus, als würde es die Woche im Minus beenden und bewegt sich auf den wichtigen 200-Wochen-SMA bei rund 62.300 USD zu.
  • Der institutionelle Verkauf hält an, wobei Spot-Bitcoin-ETFs auf die sechste Woche in Folge mit Abflüssen hinweisen.
  • Eine hawkische Fed-Haltung sowie schwindender Optimismus bezüglich des US-Iran-Friedensabkommens belasten BTC.

Bitcoin (BTC) wird voraussichtlich die Woche im Minus beenden und handelt am Freitag nahe dem 200-Wochen-Simple Moving Average (SMA) bei rund 62.300 USD. Der institutionelle Verkauf hält an und begrenzt die Erholung von BTC, da Spot Exchange Traded Funds (ETFs) auf die sechste Woche in Folge mit Abflüssen hinweisen. Unterdessen bleibt die Risikostimmung in dieser Woche gedämpft, da die hawkische Forward Guidance der Federal Reserve (Fed) und der schwindende Optimismus bezüglich des US-Iran-Friedensabkommens die Erholung des Krypto-Königs belasten.

Unsicherheit beim US-Iran-Abkommen dämpft Risikoappetit

Der durch ein vorläufiges US-Iran-Friedensabkommen ausgelöste Optimismus schwindet, da wichtige Streitpunkte zwischen den beiden Ländern ungelöst bleiben. Zudem sagte der US-Vizepräsident J.D. Vance seine für diesen Freitag geplante Reise in die Schweiz zur Begegnung mit Iran ab, mit der Begründung, dass das Treffen noch nicht finalisiert sei und aus logistischen Gründen verschoben wurde. Hinzu kommen israelische Luftangriffe im Libanon, die das US-Iran-Abkommen zu gefährden drohen.

Diese Entwicklungen halten die Unsicherheit hoch, stärken den sicheren Hafen US-Dollar (USD) und belasten risikosensitive Vermögenswerte wie Bitcoin, das am Freitag unter 63.000 USD gehandelt wurde.

Händler sollten vorsichtig sein, da eine erneute Eskalation der Spannungen im Nahen Osten, ein Mangel an Fortschritten in den US-Iran-Verhandlungen oder negative Kommentare am Wochenende BTC weiter nach unten drücken könnten.

Makroökonomischer Ausblick: Hawkische Fed-Projektion belastet BTC

Die US-Notenbank Fed kündigte die Zinsentscheidung am späten Mittwoch an. Die US-Zentralbank beließ, wie weithin erwartet, ihren Leitzins unverändert in einer Zielspanne von 3,50 % bis 3,75 % – dies war die erste Sitzung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzender.

Die Händler konzentrierten sich diesmal besonders auf die Forward Guidance der Zentralbank und auf die Worte von Kevin Warsh. Die Fed strich die Formulierung, die eine Tendenz zu weiteren Lockerungen andeutete, und das geldpolitische Komitee sendete eine klare Botschaft, dass es höhere Zinsen unterstütze. Tatsächlich schätzten die Entscheidungsträger den Fed Funds Rate bis Ende dieses Jahres auf 3,8 %, gegenüber 3,4 % im März prognostiziert.

Die Händler reagierten schnell auf die hawkische Guidance der Bank und preisen nun eine fast 85%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember ein. Die veränderten Erwartungen trieben die Renditen von US-Staatsanleihen und den USD nach oben, was die Risikobereitschaft für risikobehaftete Anlagen verringerte. Infolgedessen geriet Bitcoin erneut unter Verkaufsdruck, da Investoren ihre Exponierung gegenüber risikosensitiven Vermögenswerten reduzierten.

Institutioneller Verkauf hält an

Die institutionelle Nachfrage hat sich bisher in dieser Woche weiter abgeschwächt. Daten von SoSoValue zeigen, dass Spot-BTC-ETFs bis Donnerstag dieser Woche Abflüsse in Höhe von 226,84 Millionen USD verzeichneten. Sofern die Zuflüsse am Freitag nicht sehr signifikant sind, steht BTC vor der sechsten Woche mit stetigen Abflüssen. Dies signalisiert, dass die institutionelle Nachfrage weiterhin schwächer wird und keinen Puffer gegen fallende BTC-Preise bietet.

Gesamter Bitcoin-Spot-ETF-Nettozufluss Wochenchart. Quelle: SoSoValue

Unterdessen zeigen On-Chain-Daten, dass eine Wallet-Adresse, die mit der Königlichen Regierung von Bhutan verbunden ist, am Mittwoch 533,2 BTC im Wert von 34,52 Millionen USD an Binance transferierte. Generell deuten BTC-Transfers zu Börsen auf ein potenzielles Verkaufssignal hin, was die bärische Stimmung verstärkt. Das Land hält weiterhin etwa 1.750 BTC, die einen Wert von rund 113 Millionen USD haben.

Auf der Unternehmensseite kündigte Michael Saylor am Montag an, dass seine Firma Strategy weitere 1.587 BTC erworben hat, womit der Gesamtbestand auf 846.842 BTC steigt. Zudem erhöhte das Unternehmen seine USD-Reserve um 100 Millionen USD auf 1,1 Milliarden USD. Dies unterstreicht die anhaltende Überzeugung des Unternehmens in Bitcoin und die aggressive Akkumulation trotz der jüngsten BTC-Korrektur.

Weitere Anzeichen von Besorgnis 

Wie im vorherigen Bericht erläutert, zeigte BTC letzte Woche eine vorsichtige Erholungsrallye von stark überverkauften Niveaus, und die aktuellen Marktbedingungen deuten eher auf eine Stabilisierung als auf eine Trendwende hin.

Darüber hinaus scheint die Erholung größtenteils durch Erschöpfung der Verkäufer und nicht durch eine bedeutende Wiederbelebung der Anlegernachfrage getrieben zu sein, was darauf hindeutet, dass der Anstieg möglicherweise keine solide Grundlage hat.

Sofern kein neues Kaufinteresse aufkommt, könnte BTC seine laufende Korrektur bis auf 53.500 USD ausweiten, ein Niveau, das in früheren Zyklen historisch als Boden in Bärenmärkten diente.

Bitcoin: Realisierte Preisspannen. Quelle: CryptoQuant

Technischer Ausblick: Hält das Schlüsselniveau?

Bitcoin konnte das wichtige 78,60%-Fibonacci-Retracement-Niveau bei 65.520 USD (gezogen vom Tief im August 2024 bei 49.000 USD bis zum Rekordhoch im Oktober 2026 bei 126.199 USD) Anfang dieser Woche nicht überwinden und fiel um über 4,71%. Am Freitag bewegt sich BTC in Richtung des wichtigen 200-Wochen-SMA bei 62.239 USD, der als wichtige Unterstützung fungiert.

Wenn BTC seine Korrektur fortsetzt und den 200-Wochen-SMA bei 62.239 USD auf Wochenbasis unterschreitet und darunter schließt, könnte der Rückgang bis zur nächsten wöchentlichen Unterstützung bei 55.777 USD ausgedehnt werden.

Die Momentum-Indikatoren im Wochenchart zeigen Anzeichen von Besorgnis: Der Relative Strength Index (RSI) tendiert nach unten und nähert sich dem überverkauften Bereich mit einem Wert von 35 am Freitag. Gleichzeitig steht der Moving Average Convergence Divergence (MACD) kurz vor einem bärischen Crossover, was auf eine negative Perspektive hindeutet.

BTC/USDT Wochenchart

Im Tageschart setzt BTC eine Korrekturphase unterhalb aller wichtigen Exponential Moving Averages (EMAs) fort, die deutlich über dem aktuellen Kursniveau liegen, was eine kurzfristig bärische Tendenz verstärkt. 

Der Verlust der früheren steigenden Unterstützungslinie, die nun als gebrochener Trendboden zur Widerstandslinie bei rund 73.925 USD geworden ist, unterstreicht einen Markt, der trotz der jüngsten Erholung gedeckelt bleibt. Der Relative Strength Index (RSI) im Tageschart bewegt sich im mittleren 30er-Bereich und deutet auf anhaltenden, aber noch nicht extremen Abwärtsdruck hin. Das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) hält sich über der Nulllinie mit einem positiven Wert, was darauf hindeutet, dass das bärische Momentum sich abschwächt und nicht beschleunigt.

Auf der Oberseite zeigt sich ein erster Widerstand nahe 64.005 USD, wo eine horizontale Barriere knapp über dem aktuellen Kurs liegt und eine stärkere Erholung in Richtung des 50-Tage-EMA bei rund 69.722 USD absichert. Darüber hinaus bilden der 100-Tage-EMA bei etwa 72.610 USD und die gebrochene steigende Trendlinie nahe 73.925 USD eine dichte mittelfristige Deckelung, vor dem 200-Tage-EMA nahe 78.086 USD und der wichtigen horizontalen Decke bei 84.410 USD, die zusammen die obere Begrenzung der breiteren Korrekturzone markieren; da in diesem Datensatz keine nahegelegenen strukturellen Unterstützungen unter dem Spotkurs identifiziert wurden, würde ein erneuter Verkaufsdruck Bitcoin anfällig machen, bei niedrigeren Niveaus neue Nachfrage zu finden.

BTC/USDT Tageschart

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Bitcoin, Altcoins und Stablecoins - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bitcoin ist die größte Kryptowährung der Welt und fungiert als dezentralisierte digitale Währung, die von keiner zentralen Institution kontrolliert wird. Dadurch werden Transaktionen ohne Mittelsmänner ermöglicht.

Altcoins umfassen alle Kryptowährungen außer Bitcoin. Einige betrachten jedoch auch Ethereum als Ausnahme, da aus diesen beiden Währungen die meisten Forks entstehen. In diesem Sinne wäre Litecoin der erste Altcoin, der aus dem Bitcoin-Protokoll hervorging und als verbesserte Version gilt.

Stablecoins sind digitale Währungen, die entwickelt wurden, um einen stabilen Wert zu garantieren. Ihr Preis ist durch Reserven des jeweiligen Basiswerts gedeckt – häufig durch den US-Dollar (USD) oder andere Finanzinstrumente. Mithilfe von Algorithmen oder nachfragebasierten Mechanismen wird das Angebot dieser Kryptowährungen reguliert. Das Hauptziel von Stablecoins besteht darin, Investoren einen unkomplizierten Ein- und Ausstieg in den Kryptowährungsmarkt zu ermöglichen. Zudem bieten sie eine Möglichkeit, Vermögenswerte zu sichern, da der volatile Charakter von Kryptowährungen oft ein Risiko darstellt.

Die Bitcoin-Dominanz beschreibt das Verhältnis der Marktkapitalisierung von Bitcoin zur gesamten Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen. Diese Kennzahl gibt Aufschluss über das Anlegerinteresse an Bitcoin im Vergleich zu anderen Kryptowährungen. Eine hohe Bitcoin-Dominanz ist häufig ein Vorbote für einen Bullenmarkt, da Investoren in Zeiten steigender Kurse verstärkt in Bitcoin als stabilere Kryptowährung mit hoher Marktkapitalisierung investieren. Ein Rückgang der Bitcoin-Dominanz deutet hingegen darauf hin, dass Anleger Kapital und Gewinne in Altcoins umschichten, um von deren höheren Renditepotenzialen zu profitieren, was oft einen Boom bei Altcoins auslöst.

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