Die Strategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank verweisen darauf, dass der US-Dollar (USD) fester tendiert, nachdem Präsident Donald Trump eine Blockade iranischer Häfen angekündigt hat. Der US-Dollar-Index (DXY) hat sich dabei von seinen Hochs im asiatischen Handel entfernt und wird weiterhin in einem übergeordnet schwachen Trend gesehen. Steigende Ölpreise sowie schwächere Aktien- und Anleihemärkte spiegelten die geopolitischen Spannungen wider, während die bislang vergleichsweise moderaten Marktbewegungen darauf hindeuteten, dass Investoren zunächst Klarheit über Umfang der Blockade und deren wirtschaftliche Folgen abwarten.
„Die Ankündigung von Präsident Trump, ab 10 Uhr Ortszeit eine Blockade iranischer Häfen als Reaktion auf gescheiterte Friedensgespräche am Wochenende zu verhängen, führt zu den erwartbaren Bewegungen an den Märkten – ein insgesamt stärkerer US-Dollar, schwächere Aktien und Anleihen sowie ein deutlicher Anstieg der Ölpreise.“
„Auch wenn die Marktbewegungen deutlich sind, könnten sie noch stärker ausfallen.“
„Der US-Dollar legt heute Morgen zwar insgesamt zu, der DXY hat sich jedoch von seinem frühen Hoch im asiatischen Handel entfernt, das nur knapp über dem Intraday-Hoch (99,2) vom Mittwoch nach der Waffenstillstandsankündigung am Dienstag lag.“
„Aus technischer Sicht handelt es sich bislang nicht um eine bedeutende Erholung des Index, und die Kursentwicklung des DXY bleibt nach dem starken Rückgang in der vergangenen Woche insgesamt abwärtsgerichtet.“
„Es besteht kein Zweifel daran, dass eine anhaltende Phase sehr hoher Ölpreise das globale Wachstum belasten wird, wobei insbesondere asiatische Länder unter den eingeschränkten Lieferungen aus der Golfregion leiden dürften.“