Die Dow Jones-Futures steigen während der europäischen Handelszeit vor der regulären US-Eröffnung am Dienstag um 0,53 % auf über 50.900. Unterdessen klettern der S&P 500 um 0,54 % auf rund 7.550, und die Nasdaq 100-Futures gewinnen 0,73 % auf über 29.750.
Die US-Aktien-Futures steigen trotz Marktvorsicht, nachdem die Streitkräfte der Vereinigten Staaten (US) am Montag Selbstverteidigungsschläge im Süden Irans durchgeführt haben, bei denen Raketenstartanlagen und iranische Schiffe, die versuchten, Minen zu legen, ins Visier genommen wurden. Während das US-Militär seine Verpflichtung zum Schutz seiner Truppen betonte, erklärte es, weiterhin Zurückhaltung während des Waffenstillstands zu üben.
US-Präsident Donald Trump warnte, dass ein Scheitern der Gespräche neue militärische Angriffe auslösen könnte, obwohl ein pakistanischer Vermittler Berichten zufolge China mitteilte, dass eine Einigung nahe sei. Händler verfolgen jedoch den diplomatischen Fortschritt bei einem möglichen Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran. Bloomberg berichtete am Montag, dass Präsident Trump erklärte, die Verhandlungen über eine Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus „laufen gut“.
Händler könnten aufgrund von Befürchtungen eines energiegetriebenen Inflationsschocks vorsichtig agieren, was die Erwartungen verstärkt, dass die Federal Reserve (Fed) die Geldpolitik straffen könnte. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Marktteilnehmer nun eine fast 41,0%ige Wahrscheinlichkeit ein, dass die Fed bis zum Jahresende eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte vornehmen wird. Die Marktaufmerksamkeit richtet sich nun auf die bevorstehenden PCE-Inflationsdaten, um klarere Signale für den zukünftigen geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.