Die Dow Jones-Futures fallen um 0,72 % und notieren während der europäischen Handelszeiten am Dienstag nahe 51.750. Die S&P 500-Futures liegen jedoch mit 1,4 % bei etwa 7.430 im Minus, während die Nasdaq 100-Futures um 2,29 % auf rund 29.950 zurückgehen zum Zeitpunkt der Berichterstattung.
Die US-Aktien-Futures gaben nach, da der anfängliche Marktoptimismus über eine mögliche Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran schnell verflog. Die Stimmungswende erfolgte, nachdem Teheran die Behauptung des US-Vizepräsidenten JD Vance, wonach der Iran internationale Atomaufsichtsbehörden (IAEA) wieder ins Land lassen würde, kategorisch zurückwies. Nach der ersten Runde bilateraler Gespräche in Washington, die auf ein dauerhaftes Ende des Konflikts abzielten, stellte das iranische Außenministerium gegenüber staatlichen Medien klar, dass die Regierung keine „neuen Verpflichtungen“ bezüglich ihrer Nuklearinspektionspolitik eingegangen sei.
Zusätzlich zu diesen geopolitischen Gegenwinden konzentrierten sich die Investoren stark auf den hawkischen Ausblick der Federal Reserve (Fed). Diese restriktive Haltung der Zentralbanker neutralisierte effektiv jeglichen positiven Schwung, der sich sonst aus vorübergehenden Anzeichen einer Entspannung der US-Iran-Spannungen ergeben hätte. Die Kombination aus geldpolitischer Vorsicht und geopolitischen Spannungen setzte sich letztlich aus den Verlusten der vorherigen Sitzung an der Wall Street fort.
Während der regulären US-Handelssitzung am Montag zog ein starker Ausverkauf bei Technologiewerten die breiteren Märkte nach unten, wodurch der S&P 500 und der Nasdaq 100 um 0,37 % bzw. 1,32 % zurückgingen. Im Gegensatz dazu konnte der Dow Jones mit einem moderaten Plus von 0,29 % dem Trend trotzen.
Die großen Mega-Cap-Technologieaktien führten den breiten Marktrückgang stark an. Der tech-lastige Rückgang wurde durch SpaceX unterstrichen, das um 16,4 % einbrach und damit seine dritte Verlustsitzung in Folge nach der Vorstellung eines neuen Anleiheangebots verzeichnete.
Darüber hinaus fielen Alphabet um 5 %, Amazon um 4,8 %, Broadcom um 4,7 % und Microsoft um 3,2 %, während Meta Platforms ebenfalls 2,3 % an Wert verlor. Trotz des sektorenweiten Einbruchs stach der Halbleiterhersteller Micron als große Ausnahme hervor und legte um 6,8 % zu, nachdem das Unternehmen eine neue strategische Partnerschaft mit der KI-Firma Anthropic bekannt gab.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.