Der mittelfristige Inflationsdruck ist im Vergleich zur letzten geldpolitischen Beurteilung praktisch unverändert.
Trotz der Eskalation im Nahen Osten hat sich das Szenario für die globale wirtschaftliche Entwicklung nicht grundlegend verändert.
Mit Ausbruch des Krieges im Nahen Osten ist der Ausblick für die Schweizer Wirtschaft in den kommenden Quartalen unsicherer geworden.
Der Wirtschaftsausblick für die Schweiz hat sich in den ersten Monaten des Jahres leicht verbessert.
Das Wachstum könnte kurzfristig eher gedämpft ausfallen, bevor es sich mittelfristig wieder erholt.
Während der Wirtschaftsausblick für die Schweiz in den kommenden Monaten unsicher ist und das Wachstum kurzfristig eher gedämpft sein könnte, wird mittelfristig mit einer Verbesserung der Wachstumsaussichten gerechnet.
Für 2026 wird ein Schweizer BIP-Wachstum von rund 1 % und für 2027 von rund 1,5 % erwartet.
Obwohl die Produktionslücke derzeit aufgrund des Rückgangs des BIP im dritten Quartal negativ ist, wird erwartet, dass sie sich in den kommenden Quartalen schließt.
Die Arbeitslosigkeit hat sich stabilisiert und sollte in den kommenden Quartalen etwas zurückgehen.
Die Schweizer Inflation wird kurzfristig wahrscheinlich aufgrund höherer Energiepreise steigen, aber im Bereich bleiben, der mit Preisstabilität vereinbar ist.
Der Direktorium stellte fest, dass die geldpolitischen Bedingungen aufgrund der Aufwertung des Schweizer Franken enger sind als zum Zeitpunkt der geldpolitischen Beurteilung im Dezember.
Mittelfristig wird die Schweizer Inflation voraussichtlich wieder zurückgehen.
Angesichts der vorgestellten Aussichten in Bezug auf Inflation und Wirtschaft bleiben sie jedoch angemessen.
Es wurde auch festgestellt, dass die Geldpolitik derzeit weiterhin als expansiv angesehen werden kann, was sich unter anderem im Kreditwachstum und in den breiten monetären Aggregaten zeigt.
Das Hauptrisiko für den Wirtschafts- und Inflationsausblick der Schweiz geht von der Entwicklung der Weltwirtschaft aus.
Der Krieg im Nahen Osten könnte die wirtschaftliche Aktivität stärker dämpfen und den Aufwärtsdruck auf den Schweizer Franken erhöhen.
Keine unmittelbare Reaktion des Schweizer Franken (CHF) nach der Veröffentlichung des SNB-Protokolls. Der USD/CHF-Kurs steigt jedoch im europäischen Handel und hat seine frühen Verluste aufgeholt, er notiert unverändert um 0,7820, da sich der US-Dollar (USD) erholt.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steuert die Geldpolitik des Landes und strebt eine jährliche Inflationsrate von unter 2 % an, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) legt die Zinssätze fest, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Wenn die Inflation über das Ziel hinausgeht, erhöht die SNB die Zinsen, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinsen stärken den Schweizer Franken (CHF), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.
Die SNB greift zudem regelmäßig in den Devisenmarkt ein, um eine übermäßige Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern, da ein starker Franken die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Schweizer Wirtschaft belastet. Zwischen 2011 und 2015 führte die SNB sogar eine feste Bindung des Frankens an den Euro ein, um dessen Aufwertung zu stoppen. Heute interveniert die Bank, indem sie ihre umfangreichen Devisenreserven nutzt, um Fremdwährungen wie den US-Dollar oder den Euro zu kaufen. In Zeiten hoher Inflation, insbesondere getrieben durch steigende Energiepreise, verzichtet die SNB jedoch auf Eingriffe, da ein starker Franken die Energieimporte verbilligt und so den Inflationsdruck auf Schweizer Haushalte und Unternehmen mildert.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) überprüft viermal jährlich, im März, Juni, September und Dezember, ihre geldpolitische Ausrichtung. Dabei veröffentlicht sie auch eine mittelfristige Inflationsprognose, die in den darauffolgenden Monaten das geldpolitische Umfeld maßgeblich prägen kann.