Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara sagte während der europäischen Handelssitzung am Freitag, dass die Regierung äußerst besorgt über spekulative Devisenbewegungen (FX) sei und bereit für angemessene Maßnahmen, falls erforderlich.
Die Haltung der Regierung ist stets, angemessene Maßnahmen am Devisenmarkt zu ergreifen.
Wird sich nicht zu Devisenniveaus oder Interventionen äußern.
Die Erklärung von Japans Kabinettssekretär Kihara erhöht die Hoffnungen auf eine Intervention gegen übermäßige Devisenbewegungen. Bereits zuvor am Tag hatte Japans Finanzminister (FM) Satsuki Katayama gewarnt, dass die Behörden am Devisenmarkt intervenieren könnten, um übermäßige Volatilität gegenüber dem japanischen Yen (JPY) zu bekämpfen.
Nach den Äußerungen Kiharas war keine unmittelbare Reaktion im JPY zu beobachten. Bei Redaktionsschluss notierte USD/JPY nahezu unverändert bei rund 159,30.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.