USD/CAD trimmt am Mittwoch einen Teil seiner früheren Gewinne, da der Kanadische Dollar (CAD) nach der geldpolitischen Ankündigung der Bank of Canada (BoC) etwas Unterstützung findet. Das Paar fehlt jedoch an Folgeverkäufen, da der US-Dollar (USD) sich vor der Zinsentscheidung der Federal Reserve (Fed), die um 18:00 GMT fällig ist, festigt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels handelt das Paar bei etwa 1,3701. In der Zwischenzeit notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Währungskorb von sechs wichtigen Währungen abbildet, in der Nähe von 99,85 und erholt sich nach zwei Tagen des Rückgangs.
Die BoC ließ ihren Leitzins bei 2,25% unverändert, was dem Niveau entspricht, das seit Oktober gilt. In der Pressekonferenz nach der Sitzung sagte Gouverneur Tiff Macklem: "Wir können die Zinsen erhöhen, wenn wir Anzeichen sehen, dass die Energiepreise anhaltende Inflation verursachen werden." Er fügte hinzu: "Wenn die Energiepreise wieder sinken und wir mehr Schwäche in der Wirtschaft sehen, können wir unseren Leitzins senken."
In seiner begleitenden Erklärung hob Macklem die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit der US-Handelspolitik und geopolitischen Risiken hervor und warnte, dass der US-Israel-Konflikt mit dem Iran die Ölpreise in die Höhe treibt und die Inflation kurzfristig ansteigen könnte.
Macklem fügte hinzu, dass es zu früh sei, um die Auswirkungen des Krieges auf das Wirtschaftswachstum Kanadas zu bewerten. Er stellte fest, dass, wenn die höheren Ölpreise anhalten, sie die Einnahmen aus Energieexporten unterstützen könnten. Er warnte jedoch, dass die hohen Energiekosten auch die Verbraucher belasten würden, sodass ihnen weniger Einkommen für andere Ausgaben bleibt.
Er sagte auch, dass der Gouverneursrat die kurzfristigen Auswirkungen des Krieges auf die Inflation ignorieren werde, warnte jedoch, dass die Bank diese Effekte nicht dauerhaft werden lassen werde, wenn die Energiepreise hoch bleiben. Er fügte hinzu, dass die Bank bereit sei, nach Bedarf zu reagieren, während die politischen Entscheidungsträger weiterhin die Auswirkungen der US-Zölle und die Unsicherheit der Handelspolitik bewerten und die Entwicklungen im Nahen Osten genau beobachten.
Der Fokus richtet sich nun auf die Fed-Entscheidung, bei der erwartet wird, dass die Zinsen für die zweite Sitzung in Folge unverändert bei 3,50%-3,75% bleiben. Die Märkte werden die aktualisierte SEP, das Dot-Plot und die Pressekonferenz von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell genau beobachten, um Hinweise auf den geldpolitischen Kurs angesichts eines sich entwickelnden Inflationsausblicks zu erhalten.
Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi März 18, 2026 18:00
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 3.75%
Vorher: 3.75%
Quelle: Federal Reserve