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EUR/JPY handelt seitwärts um 184,00, da Investoren Klarheit über den geldpolitischen Ausblick von EZB und BoJ suchen

Quelle Fxstreet
  • EUR/JPY konsolidiert um 184,00, während Investoren auf neue Hinweise zur Geldpolitik der EZB und BoJ warten.
  • EZB-Vertreter Nagel erklärte letzte Woche, dass eine Zinserhöhung im April sicherlich eine Option ist.
  • Die BoJ hält die Tür für eine weitere Straffung der Geldpolitik auf der März-Sitzung offen.

Das Währungspaar EUR/JPY handelt während der europäischen Handelssitzung am Donnerstag in einer engen Spanne um 184,00. Das Paar konsolidiert, da Investoren nach neuen Hinweisen suchen, wie sich die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan (BoJ) künftig entwickeln wird.

Jüngste Kommentare der Mehrheit der EZB-Vertreter deuten darauf hin, dass die April-Sitzung der Geldpolitik offen ist, wobei darauf hingewiesen wird, dass die Inflationsrisiken angesichts höherer Ölpreise im Zuge des Nahostkriegs nach oben verschoben wurden.

Letzte Woche sagte der EZB-Politiker und Bundesbankpräsident Joachim Nagel, dass eine Zinserhöhung in der April-Sitzung sicherlich eine Option sei, da „jeder vergehende Tag zu einem Anstieg der Inflationsrisiken beiträgt“.

Im Tagesverlauf erklärte das EZB-Ratsmitglied und Gouverneur der litauischen Zentralbank, Gediminas Simkus, dass die Zentralbank bei den Zinssätzen Vorsicht walten lassen müsse, da sich die Lage ändere. Er fügte jedoch hinzu, dass es zu früh sei, um die geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbank in der April-Sitzung vorherzusagen.

Unterdessen hält die BoJ die Tür für eine weitere Straffung der Geldpolitik offen, sofern sich die japanische Wirtschaft im Einklang mit den Erwartungen entwickelt, wie die Zentralbank in der geldpolitischen Erklärung des letzten Monats feststellte.

Am Mittwoch sagte das neu ernannte BoJ-Mitglied Toichiro Asada, dass höhere Ölpreise die Inflationsrisiken nach oben treiben.

Zentralbanken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zentralbanken wie die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank haben die Aufgabe, Preisstabilität zu gewährleisten. Dies erreichen sie, indem sie die Zinsen anpassen und so die Inflation kontrollieren.

Zentralbanken haben ein zentrales Instrument, um die Inflation zu steuern: den Leitzins. Zu festgelegten Terminen veröffentlicht die Bank ihre Zinsentscheidung, in der sie den Leitzins entweder beibehält, senkt oder anhebt. Dies beeinflusst die Zinssätze von Sparguthaben und Krediten, was wiederum Auswirkungen auf das Spar- und Investitionsverhalten der Wirtschaft hat. Zinserhöhungen werden als geldpolitische Straffung bezeichnet, Zinssenkungen als geldpolitische Lockerung.

Eine Zentralbank agiert häufig unabhängig von der Politik. Bevor Mitglieder in den geldpolitischen Rat berufen werden, durchlaufen sie verschiedene Anhörungen und Prüfungen. Jedes Mitglied bringt dabei seine eigene Überzeugung mit, wie die Zentralbank Inflation steuern und die Geldpolitik gestalten sollte. Befürworter einer lockeren Geldpolitik, die niedrige Zinsen und günstige Kredite fördern, um das Wirtschaftswachstum anzutreiben – selbst auf Kosten einer leicht über 2 % liegenden Inflation –, werden als „Tauben“ bezeichnet. „Falken“ hingegen bevorzugen höhere Zinsen, um Sparen zu belohnen, und sehen es als ihre Priorität, die Inflation unter Kontrolle zu halten, bis sie bei oder unter 2 % liegt.

Normalerweise wird jede Sitzung einer Zentralbank von einem Vorsitzenden oder Präsidenten geleitet, der zwischen den verschiedenen Lagern – den sogenannten „Falken“ und „Tauben“ – einen Konsens herstellen muss. Kommt es zu einem Patt bei der Abstimmung, entscheidet der Vorsitzende und verhindert so eine 50:50-Stimmengleichheit über mögliche geldpolitische Anpassungen. Der Vorsitzende hält zudem regelmäßig öffentliche Reden, in denen die aktuelle geldpolitische Ausrichtung und zukünftige Erwartungen kommuniziert werden – diese können oft live mitverfolgt werden. Das Ziel einer Zentralbank ist es, ihre geldpolitischen Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei heftige Schwankungen bei Zinssätzen, Aktienmärkten oder der eigenen Währung auszulösen. Bereits vor geldpolitischen Sitzungen geben die Mitglieder ihre Einschätzungen indirekt an die Märkte weiter. In den letzten Tagen vor einer Sitzung herrscht jedoch eine „Blackout-Periode“, während der die Mitglieder keine öffentlichen Äußerungen machen dürfen, bis die neuen Maßnahmen offiziell verkündet wurden.

 

 

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