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EUR/USD verzeichnet moderate Gewinne auf nahe 1,1550, Händler bereiten sich auf US-NFP-Daten vor

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD handelt mit leichten Gewinnen nahe 1,1540 im frühen asiatischen Handel am Freitag. 
  • EZB-Vertreter Galhau sagte, eine Zinserhöhung sei „sehr wahrscheinlich“, obwohl der Zeitpunkt ungewiss ist.
  • Geopolitische Spannungen im Nahen Osten könnten den US-Dollar als sicheren Hafen stützen.

Das Paar EUR/USD verzeichnet im frühen asiatischen Handel am Freitag moderate Gewinne um 1,1540. Die Handelsvolumina dürften aufgrund des Karfreitag-Feiertags gering sein. Der US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht für März wird später am Freitag im Mittelpunkt stehen. 

Hawkische Rhetorik der Europäischen Zentralbank (EZB) könnte die Gemeinschaftswährung kurzfristig stützen. EZB-Politiker Francois Villeroy de Galhau sagte am Donnerstag, dass die nächste Zinsschritt der Zentralbank sehr wahrscheinlich eine Erhöhung sein werde, obwohl es noch zu früh sei, um zu sagen, wann die Zinserhöhungen beginnen werden. 

Händler preisen nun laut dem ECB Watch Tool eine Wahrscheinlichkeit von fast 81,0 % für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (Bp) bei der bevorstehenden Sitzung am 30. April ein.

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten ist in den zweiten Monat eingetreten. Dies könnte die Rohölpreise steigen lassen und den US-Dollar (USD) als sicheren Hafen stärken. US-Präsident Donald Trump lobte am Donnerstag die Zerstörung einer Brücke in Teheran, Iran. Er warnte, dass „viel mehr folgen wird“ und forderte Teheran auf, „einen Deal zu machen, bevor es zu spät ist.“ 

Unterdessen erklärte Irans Außenminister Abbas Araghchi, dass die jüngsten Angriffe Washingtons auf zivile Infrastruktur das Land nicht zum Nachgeben zwingen würden und fügte hinzu, dass solche Aktionen „die Niederlage und den moralischen Zusammenbruch eines in Unordnung geratenen Feindes vermitteln.“

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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