NZD/USD bleibt zum zweiten Tag in Folge schwach und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Freitag um 0,5890. Das Paar schwächt sich ab, da der US-Dollar (USD) leicht zulegt, gestützt durch vorsichtige Marktstimmung vor dem bevorstehenden Treffen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran, das für das Wochenende angesetzt ist.
Die Gespräche zwischen Washington und Teheran werden jedoch voraussichtlich am Wochenende wieder aufgenommen, wobei US-Präsident Donald Trump eine optimistische Haltung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit einnimmt, dass beide Nationen vor Ablauf eines dauerhaften Waffenstillstands in der nächsten Woche eine Einigung erzielen könnten.
Präsident Trump sagte am Donnerstag, dass er Gespräche mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu geführt habe. Er fügte hinzu, dass Israel und Libanon zugestimmt hätten, einen 10-tägigen Waffenstillstand umzusetzen, der um 17 Uhr ET in Kraft treten soll.
In Neuseeland moderierte sich die jährliche Lebensmittelinflation im März auf 3,4 % von zuvor 4,5 % und verzeichnete damit den ersten Rückgang seit drei Monaten sowie den niedrigsten Wert seit Februar 2025. Auf Monatsbasis sank der Lebensmittelpreisindex um 0,6 % nach einem vorherigen Rückgang von 0,1 %.
Unterdessen bewertete der UOB-Ökonom Ho Woei Chen die stärkeren BIP-Daten Chinas für das erste Quartal 2026 und deren politische Implikationen. Trotz eines realen BIP-Wachstums von 5,0 % im Jahresvergleich hält das Team seine Wachstumsprognose für 2026 bei 4,7 % angesichts externer Gegenwinde und gedämpfter Inlandsnachfrage aufrecht. Robuste wirtschaftliche Aktivität bei gleichzeitig kontrollierter Inflation verringert die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Zinssenkungen, wobei nun nur noch eine moderate Lockerung um 10 Basispunkte im dritten Quartal 2026 erwartet wird. Jegliche Veränderungen im wirtschaftlichen Ausblick Chinas könnten den neuseeländischen Dollar (NZD) beeinflussen, angesichts der engen Handelsbeziehungen zwischen China und Neuseeland.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.