Das Paar AUD/USD notiert während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch im positiven Bereich nahe 0,7160. Das potenzielle Aufwärtspotenzial des Paares könnte jedoch angesichts der Unsicherheit über Irans Teilnahme an weiteren Friedensgesprächen begrenzt sein.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, dass er den Waffenstillstand mit Iran verlängere, während er auf einen „einheitlichen Vorschlag“ aus Teheran warte. Trump sagte außerdem, er werde die Blockade von Schiffen, die durch die Straße von Hormus nach und von Iran fahren, aufrechterhalten und den Waffenstillstand verlängern, bis Iran einen neuen Vorschlag vorlege „und die Gespräche auf die eine oder andere Weise abgeschlossen sind.“
Kommentare des Fed-Vorsitzkandidaten Kevin Warsh zur unabhängigen Geldpolitik tragen zur Aufwärtsbewegung des USD bei. Warsh sagte am Dienstag, er habe Trump keine Zusagen zur Zinssenkung gemacht, da er US-Senatoren, die über seine Bestätigung zur Führung der Fed entscheiden, versichern wollte, dass er unabhängig vom Weißen Haus handeln und umfassende Reformen verfolgen werde.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) warnte, dass der Nahe Osten Ölpreisspitzen verursacht habe, die die Inflation auf bis zu 6 % treiben könnten. Die Märkte preisen nun eine fast 77%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der RBA im nächsten Monat ein, nachdem Vizegouverneur Andrew Hauser das Bekenntnis zur Verankerung der Inflation bekräftigt hatte.
Händler werden die vorläufigen Werte des S&P Global Einkaufsmanagerindex (PMI) aus Australien und den USA, die am Donnerstag veröffentlicht werden, genau beobachten.
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.