Das Währungspaar AUD/JPY gewinnt während der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch an Momentum und erreicht rund 114,05. Der Australische Dollar (AUD) steigt gegenüber dem Japanischen Yen (JPY) aufgrund eines hawkischen Tons der Reserve Bank of Australia (RBA) leicht an.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, dass er den Waffenstillstand mit Iran auf Bitte Pakistans verlängert, während er auf einen „einheitlichen Vorschlag“ aus Teheran wartet, obwohl das US-Militär die Blockade iranischer Häfen aufrechterhält. Händler werden die Entwicklungen rund um die US-Iran-Friedensgespräche genau beobachten. Jegliche Anzeichen eines anhaltenden Konflikts zwischen den beiden Ländern oder im Nahen Osten könnten eine sichere Hafenwährung wie den JPY stärken und dem Währungspaar Gegenwind verleihen.
Im Tages-Chart zeigt AUD/JPY eine klare bullische Tendenz, da der Kurs deutlich über dem 20-Tage Simple Moving Average der Bollinger Bands und dem 100-Tage Exponential Moving Average liegt, wodurch der breitere Aufwärtstrend intakt bleibt. Der Kurs bewegt sich in Richtung des oberen Bollinger Bands, während der Relative Strength Index bei 68,62 knapp unter dem überkauften Bereich liegt, was auf ein starkes, aber zunehmend überdehntes Aufwärtsmomentum hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am oberen Bollinger Band bei 115,35, wo Käufer beginnen könnten, Gewinne mitzunehmen, falls das Momentum nachlässt. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am mittleren Bollinger Band nahe 111,90 gesehen, während ein tieferer Rücksetzer eine Nachfragezone um den 100-Tage-EMA bei 108,55 und das untere Bollinger Band bei 108,45 freilegen würde, die als fester mittelfristiger Boden fungieren sollten, solange die bullische Struktur vorherrscht.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.