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Zins-Schock oder Pause? Schweden-Notenbank vor heikler Entscheidung

Quelle Fxstreet

Die Devisenexpertin Antje Praefcke von Commerzbank erwartet, dass die schwedische Notenbank Riksbank ihren Leitzins unverändert bei 1,75 Prozent belassen wird und zugleich ihre Bereitschaft zu einer möglichen Zinserhöhung bekräftigt. Angesichts der durch den Iran-Konflikt und steigende Energiepreise belasteten Wachstumsaussichten, bei gleichzeitig unter dem Zielwert liegender Inflation, verfüge die Notenbank über Spielraum abzuwarten. An den Märkten werde bereits eine Zinserhöhung in der zweiten Jahreshälfte 2026 eingepreist, was die Commerzbank für zu ambitioniert hält – insbesondere für die schwedische Krone.

Zinsen stabil – Bereitschaft zur Straffung bleibt bestehen

„Es wird erwartet, dass die Riksbank morgen den Leitzins bei 1,75 Prozent belässt und – wie bereits im März – signalisiert, dass sie bereit ist, den Zinssatz bei Bedarf anzuheben. Schließlich gilt: Je länger der Iran-Konflikt andauert, desto düsterer werden die Wachstumsaussichten für Schweden. Das Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen ist in den vergangenen Wochen gesunken, auch wenn sich die Wirtschaft bislang überraschend robust zeigt – trotz schwächerer Entwicklung in Deutschland und geopolitischer Unsicherheiten.“

„Im März hatte die Riksbank signalisiert, dass die Zinsen bis zum Jahresende unverändert bleiben dürften, obwohl sie ihre Inflationsprognosen für 2026 infolge des Energieschocks bereits angehoben hatte – allerdings weiterhin deutlich unter dem Zielwert von zwei Prozent. Vorerst dürfte sie an dieser Einschätzung festhalten und weiterhin die unterschiedlichen möglichen Szenarien im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran betonen. Damit unterstreicht sie ihre Bereitschaft, den Leitzins bei Bedarf entsprechend anzupassen, wie schon im März. Eine deutlich stärkere Festlegung ist jedoch unwahrscheinlich, sodass die Zinssitzung insgesamt neutral für die schwedische Krone ausfallen dürfte. Schließlich preist der Markt bereits eine mögliche Zinserhöhung in der zweiten Jahreshälfte ein, was – ähnlich wie bei den Erwartungen an die EZB – als zu ambitioniert gelten dürfte.“

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