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Euro fällt unter 1,1650, da US-Iran-Spannungen den US-Dollar stärken

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD driftet im frühen europäischen Handel am Dienstag auf rund 1,1630 ab. 
  • Der Optimismus über ein bevorstehendes US-Iran-Friedensabkommen wurde durch neue US-Angriffe im Süden Irans gedämpft. 
  • Die hawkische Haltung der EZB könnte helfen, die Verluste des Euro zu begrenzen.

Das Paar EUR/USD fällt im frühen europäischen Handel am Dienstag auf etwa 1,1630. Der US-Dollar (USD) stärkt sich gegenüber dem Euro (EUR), da neue US-Angriffe den Optimismus bezüglich eines Friedensabkommens dämpfen und Zufluss in sichere Häfen fördern. 

Das US-Militärkommando Central Command teilte laut dem Guardian am Montag mit, dass US-Streitkräfte Angriffe im Süden Irans in "Selbstverteidigung" durchgeführt haben. Es wurde erklärt, dass das Militär die US-Streitkräfte "unter Zurückhaltung" während des laufenden Waffenstillstands verteidigen werde.

US-Außenminister Marco Rubio sagte am Dienstag laut dem Guardian, dass die Straße von Hormus "so oder so" offen sein müsse. Rubio erklärte weiter, dass die Verhandlung der Vertragsformulierung mit Iran einige Tage dauern könne.

Händler werden die Entwicklungen rund um die US-Iran-Friedensverhandlungen genau beobachten. Jegliche Anzeichen steigender Spannungen im Nahen Osten könnten den Greenback kurzfristig stützen. 

Auf der anderen Seite des Atlantiks steigen die Chancen für eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB), da der Iran-Konflikt die Inflation anheizt. EZB-Politiker Martin Kocher sagte am Sonntag, dass die Zentralbank zunehmend zu einer Zinserhöhung im nächsten Monat tendiere, da der Iran-Konflikt den Inflationsdruck verstärkt. Laut dem ECB Watch Tool preisen die Finanzmärkte nun eine fast 85%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der EZB-Sitzung im Juni ein. 

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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29.Dez. 2025
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