USD/CAD notiert am Freitag bei rund 1,4180 und liegt zum Zeitpunkt der Erstellung 0,13 % im Minus, da der US-Dollar (USD) nach den jüngsten US-Inflationsdaten an Schwäche gewinnt. Die Anleger haben die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) reduziert, was eine Erholung des Kanadischen Dollar (CAD) unterstützt, obwohl fallende Ölpreise die Gewinne des Loonie weiterhin begrenzen.
Der US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator, stieg im Mai im Jahresvergleich um 4,1 % und entsprach damit den Markterwartungen. Im Monatsvergleich erhöhte sich der PCE-Preisindex um 0,4 %, unter dem Konsens von 0,5 %, was die Erwartungen bestärkt, dass der Inflationsdruck seinen Höhepunkt erreicht hat oder kurz davorsteht.
Nach der Datenveröffentlichung reduzierten die Finanzmärkte die Chancen für eine Zinserhöhung der Fed bei der Juli-Sitzung. Laut dem CME FedWatch-Tool sanken die Wahrscheinlichkeiten für eine Erhöhung um 25 Basispunkte auf rund 29,9 %, von 38,5 % vor einer Woche, was den US-Dollar belastet.
Der Kanadische Dollar sieht sich jedoch weiterhin Gegenwind ausgesetzt. West Texas Intermediate (WTI) Öl notiert zum Redaktionsschluss bei rund 69,50 USD und liegt damit am Tag 2,62 % im Minus, nachdem die Vereinigten Staaten (US) und der Iran eine vorläufige Friedensvereinbarung erzielt haben, was die Erwartungen an eine verbesserte globale Ölversorgung erhöht. Niedrigere Ölpreise verringern typischerweise die Unterstützung für die rohstoffgebundene kanadische Währung.
Unterdessen zeigten die Protokolle der Bank of Canada (BoC)-Sitzung, dass die Entscheidungsträger übereinstimmten, die Geldpolitik angesichts der kombinierten Risiken neuer US-Handelsbeschränkungen und volatiler Energiepreise flexibel zu halten. Diese vorsichtige Haltung spiegelt sich darin wider, dass die Märkte nun nur noch 17 Basispunkte zusätzlicher Straffung bis zum Jahresende einpreisen, deutlich weniger als die rund 60 Basispunkte vor einem Monat, so Reuters.
Die Commerzbank argumentiert zudem, dass der jüngste Anstieg von USD/CAD übertrieben ist. Analyst Michael Pfister stellt fest, dass die Rallye des Paares seit Anfang Mai fast ausschließlich durch fallende Ölpreise und stärkere Erwartungen an Fed-Zinserhöhungen getrieben wurde, zwei Faktoren, die die Bank als überbewertet ansieht. Aus Sicht der Commerzbank erscheinen die aktuellen USD/CAD-Niveaus überzogen, was darauf hindeutet, dass weitere Gewinne wahrscheinlich deutlich schwächere kanadische Fundamentaldaten erfordern würden.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Kanadischer Dollar (CAD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Kanadischer Dollar war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.31% | -0.21% | -0.11% | -0.14% | 0.09% | -0.09% | -0.23% | |
| EUR | 0.31% | 0.09% | 0.20% | 0.20% | 0.41% | 0.20% | 0.09% | |
| GBP | 0.21% | -0.09% | 0.11% | 0.08% | 0.33% | 0.13% | -0.01% | |
| JPY | 0.11% | -0.20% | -0.11% | -0.02% | 0.20% | 0.00% | -0.12% | |
| CAD | 0.14% | -0.20% | -0.08% | 0.02% | 0.23% | 0.02% | -0.12% | |
| AUD | -0.09% | -0.41% | -0.33% | -0.20% | -0.23% | -0.19% | -0.33% | |
| NZD | 0.09% | -0.20% | -0.13% | -0.00% | -0.02% | 0.19% | -0.13% | |
| CHF | 0.23% | -0.09% | 0.00% | 0.12% | 0.12% | 0.33% | 0.13% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Kanadischer Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als CAD (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.