Das Währungspaar AUD/JPY handelt im frühen europäischen Handel am Freitag im negativen Bereich um 113,35. Interventionsängste seitens japanischer Behörden stützen den japanischen Yen (JPY) gegenüber dem australischen Dollar (AUD) etwas.
Japans Finanzministerin Satsuki Katayama äußerte sich am Freitag erneut verbal zu Interventionen und sagte, dass „wenn es notwendig wird, wir jederzeit entschlossene Maßnahmen ergreifen werden.“ Diese Äußerung erfolgte vor einem Feiertagswochenende in Japan, einem Zeitpunkt, der in der Vergangenheit für nächtliche Interventionen genutzt wurde.
Die Bank of Japan (BoJ) wird später in diesem Monat tagen, nachdem sie im Juni die Zinsen auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten angehoben hat. Es wird erwartet, dass die japanische Zentralbank vor Jahresende erneut die Zinsen anhebt, jedoch nicht bei der Sitzung im Juli.
Im Tages-Chart zeigt AUD/JPY eine konstruktive bullische Tendenz, da der Kassakurs über dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und der mittleren Linie der Bollinger-Bänder liegt, was auf eine solide zugrundeliegende Nachfrage hindeutet. Der Relative Strength Index (14) bei 56,03 befindet sich im positiven Bereich, ohne überkaufte Niveaus zu erreichen, was darauf hindeutet, dass der jüngste Aufwärtstrend noch Raum zur Ausdehnung hat, solange die Kurse über diesen wichtigen Durchschnitten bleiben.
Auf der Oberseite definiert das obere Bollinger-Band bei rund 113,80 den unmittelbaren Widerstand, wo neues Angebot die Rallye verlangsamen könnte. Die nächste Hürde ist das Hoch vom 13. Mai bei 114,74. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am 100-Tage-SMA bei 112,70, gefolgt von der mittleren Bollinger-Linie bei 112,45 und dem unteren Band nahe 111,05, die zusammen die wichtigsten Unterstützungszonen im Falle eines korrigierenden Rücksetzers darstellen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.