Die Dow Jones-Futures geben während der europäischen Handelszeiten am Donnerstag um 0,02 % nach und notieren bei rund 52.890. Unterdessen fallen die S&P 500-Futures und Nasdaq 100-Futures um 0,06 % bzw. 0,24 % und bewegen sich nahe 7.610 bzw. 29.620. Der Markt richtet sein Augenmerk auf die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie auf hochkarätige Unternehmensgewinne von Netflix, UnitedHealth und General Electric, die später am Tag veröffentlicht werden.
Die US-Aktien-Futures kämpfen, da die Händler angesichts der eskalierenden militärischen Aktionen im Nahen Osten vorsichtig agieren, was die Rohölpreise stark ansteigen lässt. Dieser plötzliche Energieschub hat die globalen Sorgen über eine zweite Inflationswelle wiederbelebt, die wiederum den zukünftigen Kurs der Zinspolitik der Federal Reserve (Fed) trübt.
Die Islamische Republik Nachrichtenagentur (IRNA) zitierte einen Sprecher der iranischen Armee, der sagte, dass die Vereinigten Staaten (USA) weiterhin mehrere Gebiete angreifen, und warnte, dass sich der Krieg auf neue Arenen ausweiten werde. Der Sprecher fügte hinzu, dass Teheran keine Konfrontation mit den Nachbarstaaten habe.
Zuvor hatte das US-Zentralkommando (CENTCOM) eine weitere Angriffswelle gestartet, um die wichtige Wasserstraße der Straße von Hormus offen zu halten. In einer direkten Eskalation der Feindseligkeiten bestätigte CENTCOM, dass US-Flugzeuge Raketen in den Schornstein eines Öltankers innerhalb der strategischen Passage feuerten, wodurch das Schiff effektiv außer Gefecht gesetzt wurde und die globalen Märkte in Alarmbereitschaft versetzt wurden.
Die Wall Street legte am Mittwoch zu, da nachlassende Inflationsdaten die Renditen von Staatsanleihen senkten und die Aktienmärkte beflügelten. Der Nasdaq stieg um 0,62 %, gefolgt vom S&P 500 (+0,38 %) und dem Dow (+0,29 %), angetrieben von den Sektoren Finanzen, Kommunikationsdienste und zyklischer Konsum.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.