Das Paar AUD/USD hält sich während der asiatischen Sitzung am Donnerstag stabil und scheint vorerst den Rücksetzer des Vortages von seinem höchsten Stand seit dem 5. Juni gestoppt zu haben. Die Kassapreise bleiben in einer vertrauten Spanne um 0,7050 gefangen und warten auf einen neuen Impuls, bevor die nächste Phase einer Richtungsbewegung einsetzt.
Der US-Dollar (USD) tut sich schwer, aus der guten Erholung vom Mittwoch Kapital zu schlagen, da Anzeichen einer nachlassenden Inflation in den USA die Wetten auf eine unmittelbare Zinserhöhung durch die Federal Reserve (Fed) dämpfen. Dies wirkt zusammen mit dem hawkischen Ausblick der Reserve Bank of Australia (RBA) als Rückenwind für den australischen Dollar (AUD) und das Paar AUD/USD. Tatsächlich betonte RBA-Gouverneurin Michele Bullock, dass die Aufwärtsrisiken für die Inflation weiterhin bestehen, und stellte ausdrücklich fest, dass der Vorstand bereit ist, die Zinsen erneut anzuheben, falls die Preisdynamik nicht ausreichend nach unten geht.
Anleger bleiben wegen Inflationsrisiken besorgt, die von den volatilen Ölpreisen aufgrund der Pattsituation zwischen den USA und dem Iran ausgehen. Präsident Donald Trump sagte, die USA hätten die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus, obwohl der Iran seine eigene Kontrolle über die wichtige Wasserstraße bekräftigte. Dies hält geopolitische Risiken auf dem Tisch, was als Rückenwind für den sicheren Hafen Greenback wirkt und das Paar AUD/USD deckelt. Darüber hinaus macht die jüngste range-bound Kursentwicklung um 0,7050 es ratsam, auf einige Anschlusskäufe zu warten, bevor man sich für eine Ausweitung des eineinhalb Monate alten Aufwärtstrends positioniert.
Im weiteren Verlauf richtet sich der Fokus nun auf die US-Konjunkturdaten, darunter die Veröffentlichung des Erzeugerpreisindex (EPI) und der üblichen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Dies wird zusammen mit Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder die USD-Nachfrage später während der nordamerikanischen Sitzung bestimmen. Abgesehen davon werden Händler weitere Entwicklungen rund um die Nahost-Krise im Blick behalten, die weiterhin Volatilität an den Finanzmärkten auslösen und kurzfristige Handelsmöglichkeiten rund um das Paar AUD/USD schaffen könnte.
Das Paar AUD/USD behält in der Nähe des 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bei 0,7056 eine leicht bullische kurzfristige Tendenz bei. Allerdings rechtfertigt das Fehlen nennenswerter Kaufinteressen Vorsicht, bevor man sich für weitere Gewinne positioniert. Auf der Unterseite würde ein Schlusskurs unter dem 100-Tage-SMA den konstruktiven Ton aufheben und die jüngsten Tiefs nahe 0,7000/0,6950 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.