Derek Halpenny von MUFG sieht durch die Entwicklungen im Nahen Osten und die Angriffe der Huthi auf saudische Infrastruktur ein wachsendes Risiko steigender Rohölpreise. Sollten sich die USA zur Unterstützung Saudi-Arabiens einschalten oder neue Angriffe auf den Iran erfolgen, könnte der Ölpreis wieder in Richtung seiner Höchststände vom Jahresanfang steigen. Eine solche Entwicklung dürfte einen weiteren Sprung der langfristigen Renditen und stärkere Marktschwankungen auslösen - mit entsprechenden Folgen für die globalen Devisenmärkte.
„Der allgemeine Konsens zum Nahen Osten lautet, dass die Energiepreise ihre jüngsten Bewegungen kaum wieder rückgängig machen dürften und die derzeitige Lage wahrscheinlich anhalten wird. Die Risiken scheinen inzwischen jedoch stärker in Richtung einer Verschärfung der Krise zu weisen. Die Huthi zeigen keine Anzeichen, ihre Angriffe einzustellen. Berichten zufolge haben sie nun den Hauptsitz von Saudi Aramco in Dhahran sowie mehrere andere Städte angegriffen.“
„Mit jedem weiteren Tag verstärkter Angriffe wächst das Risiko, dass sich die USA zur Unterstützung Saudi-Arabiens einschalten. Dies würde wahrscheinlich einen weiteren Anstieg der Energiepreise auslösen.“
„Eine Eskalation durch erneute Angriffe dürfte Anleger dazu veranlassen, einen länger andauernden Konflikt einzupreisen. Die Rohölpreise könnten dadurch wieder in Richtung ihrer Höchststände vom Jahresanfang steigen. Das wäre der Auslöser für einen weiteren Sprung der langfristigen Renditen und eine deutliche Zunahme der allgemeinen Marktvolatilität.“