Die Dow Jones-Futures fallen um 0,52 % und notieren während der europäischen Handelszeiten am Donnerstag nahe 48.750, vor der regulären Eröffnung in den Vereinigten Staaten (US). Unterdessen sinkt der S&P 500 um 0,05 % auf etwa 7.160. Die Nasdaq 100-Futures steigen jedoch um 0,17 % auf rund 27.370.
Die US-Futures handeln uneinheitlich, da ungleichmäßige Unternehmensgewinne und vorsichtige Prognosen großer Unternehmen Unsicherheit schüren. Im vorbörslichen Handel fiel Meta Platforms um 8 % nach enttäuschendem Nutzerwachstum und schwächer als erwarteten Investitionsausgaben. Die Microsoft-Aktien gaben trotz übertroffener Umsatz- und Gewinnschätzungen sowie eines 40%igen Anstiegs der Azure- und Cloud-Umsätze um fast 1,5 % nach.
Alphabet stieg um 7 %, nachdem die Umsatzerwartungen für das erste Quartal übertroffen wurden, wobei Google Cloud ebenfalls die Prognosen übertraf. Amazon legte um rund 4 % zu, da die Gewinne die Schätzungen übertrafen und die Cloud-Umsätze stark stiegen.
Im regulären US-Handel am Mittwoch schloss die Wall Street uneinheitlich, nachdem die Federal Reserve (Fed) die Zinsen unverändert ließ, aber angesichts anhaltender Inflationssorgen eine hawkischere Haltung einnahm. Der Dow Jones und der S&P 500 fielen um 0,57 % bzw. 0,04 %, während die Nasdaq 100 um 0,04 % zulegte.
Morgan Stanley hat seine Prognose revidiert und erwartet nun bis Jahresende keine Änderungen der Fed-Zinsen mehr, nachdem frühere Vorhersagen für Zinssenkungen im September und Dezember aufgegeben wurden. Die Änderung spiegelt die weiterhin erhöhte Inflation und robuste Wirtschaftsdaten wider.
Unterdessen stimmte das Federal Open Market Committee (FOMC) mit 8 zu 4 Stimmen für die Beibehaltung der Zinsen im Bereich von 3,5 % bis 3,75 %, was das erste Mal seit Oktober 1992 ist, dass vier Mitglieder widersprachen, während festgestellt wurde, dass die Inflation weiterhin erhöht bleibt, teilweise aufgrund steigender globaler Energiepreise.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.