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Dow Jones-Futures steigen, da sich die Marktstimmung aufgrund eines möglichen US-Iran-Abkommens verbessert

Quelle Fxstreet
  • Die Dow Jones-Futures stiegen, da der Optimismus über ein US-Iran-Abkommen die Marktängste vor Inflation und bevorstehenden Zinserhöhungen der Fed linderte.
  • Die USA und Iran nähern sich einem 60-tägigen Waffenstillstandsabkommen zur Räumung von Minen und Wiedereröffnung der Straße von Hormus.
  • Höhere Energiepreise könnten die Fed zu Zinserhöhungen treiben, anstatt der erwarteten Zinssenkungen.

Die Dow Jones-Futures steigen während der europäischen Handelszeiten am Montag um 0,82 % auf knapp 50.100 Punkte. Unterdessen klettert der S&P 500 um 0,93 % über 7.550, und die Nasdaq 100-Futures gewinnen 1,38 % auf über 29.950. Die Handelsaktivität wird voraussichtlich gedämpft bleiben, da die regulären US-Märkte aufgrund des Memorial Day Bankfeiertags geschlossen sind.

Die US-Aktien-Futures steigen angesichts zunehmenden Optimismus über ein mögliches US-Iran-Abkommen, das die breiteren Marktbedenken hinsichtlich Inflation und bevorstehender Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) gemildert hat.

Ein Bericht von Axios zitierte einen US-Beamten, der erklärte, dass die Vereinigten Staaten und der Iran kurz davorstehen, ein Abkommen zu unterzeichnen, das eine Verlängerung des Waffenstillstands um 60 Tage vorsieht. Im Rahmen dieses vorgeschlagenen Abkommens würde die Straße von Hormus wieder geöffnet, und der Iran würde zustimmen, die in der Wasserstraße gelegten Minen zu räumen und Schiffen die freie Durchfahrt zu ermöglichen. Im Gegenzug würde die US-Regierung ihre derzeitige Blockade der iranischen Häfen aufheben.

Reuters zitierte jedoch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim mit der Angabe, dass die US-Regierung weiterhin bestimmte Klauseln des Abkommens zur Beendigung des Konflikts blockiere, insbesondere in Bezug auf die Freigabe blockierter iranischer Vermögenswerte. Um die unmittelbaren Erwartungen weiter zu dämpfen, informierte der US-Außenminister Marco Rubio die New York Times, dass zwar ein Abkommen mit dem Iran regionale Unterstützung gefunden habe, ein umfassendes Nuklearabkommen jedoch nicht schnell oder leichtfertig erreicht werden könne.

Die Händler bleiben vorsichtig, da die potenziellen Auswirkungen erhöhter Energiepreise auf den Inflationsdruck in den USA die Erwartungen an die Federal Reserve von Zinssenkungen hin zu möglichen zukünftigen Zinserhöhungen verschieben könnten. Laut dem CME FedWatch-Tool preisen die Marktteilnehmer nun eine fast 41,0%ige Wahrscheinlichkeit ein, dass die Fed bis zum Jahresende eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte vornehmen wird.

Das Marktmomentum war letzte Woche gemischt, aber insgesamt positiv, wobei der Dow Jones mit einem Plus von 2,13 % die Gewinne anführte. Der S&P 500 und der Nasdaq 100 stiegen ebenfalls und verzeichneten moderate Zuwächse von 0,88 % bzw. 0,45 %. Diese Aufwärtsbewegung wurde hauptsächlich durch eine starke Welle von Unternehmensgewinnen und wachsenden Optimismus hinsichtlich der Friedensverhandlungen im Nahen Osten angetrieben.

Mit Blick auf die Zukunft richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf wichtige US-Wirtschaftsindikatoren und bevorstehende Unternehmensberichte. Zu den wichtigsten Datenveröffentlichungen gehören PCE-Inflation, BIP-Wachstum sowie persönliche Einkommens- und Ausgabenkennzahlen. Darüber hinaus wird die Wall Street die Gewinnberichte mehrerer großer Unternehmen, darunter Zscaler, Salesforce und Dell Technologies, genau beobachten.

Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.

Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.

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