Die japanische Premierministerin (PM) Sanae Takaichi erklärte während der europäischen Handelssitzung am Montag, dass die potenziellen neuen Schulden zur Kompensation höherer Haushaltskosten für Versorgungsleistungen und Gas die Anleihemärkte nicht beeinflussen werden, da sie durch höhere Steuereinnahmen und andere Einnahmequellen ausgeglichen werden.
Zur Umsetzung von Unterstützungsmaßnahmen zur Eindämmung der Haushaltskosten für Versorgungsleistungen und Gas von Juli bis September.
Wird einen Nachtragshaushalt von mehr als 3 Billionen Yen aufstellen.
Wird am Dienstag eine Subvention für Strom und Gas genehmigen.
Die Subvention für Strom und Gas wird etwa 500 Mrd. Yen kosten.
Wird neue Defizitfinanzierungsanleihen zur Finanzierung des Nachtragshaushalts ausgeben. Wird die Anleiheemissionen auf Kalenderbasis nicht erhöhen.
Hat jedoch keine Auswirkungen auf den Anleihemarkt, da die neuen Schulden durch höhere Steuereinnahmen und andere Einnahmen ausgeglichen werden.
Keine unmittelbare Reaktion des japanischen Yen (JPY) nach den Äußerungen von Japans Premierministerin Takaichi. Der Grund dafür, dass der JPY nach Takaichis Kommentaren unverändert bleibt, scheint darin zu liegen, dass die Entscheidung der Regierung zur Aufnahme neuer Schulden bereits letzte Woche bekannt gegeben wurde. Bei Redaktionsschluss notierte USD/JPY um 0,2 % höher nahe 159,00.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.