Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars (USD) gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, setzt seine Gewinne den zweiten Tag in Folge fort und wird am Freitag während der europäischen Handelszeiten bei rund 98,30 gehandelt. Die technische Analyse der Tages-Chart zeigt, dass der Dollar-Index innerhalb des absteigenden Kanal-Musters bleibt, was auf eine bärische Tendenz hindeutet.
Der US-Dollar-Index setzt einen Pullback unter die kurzfristigen Durchschnitte fort und bewahrt eine bärische kurzfristige Tendenz. Die Neun-Perioden- und 50-Perioden-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitte (EMAs) liegen nun nach einem Durchbruch darüber, was darauf hindeutet, dass die frühere dynamische Unterstützung bei kleineren Erholungen in Widerstand umgewandelt wurde.
Der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) um 40 signalisiert, dass das Abwärtsmomentum zwar schwächer wird, aber weiterhin dominant ist.
Die primäre Unterstützung liegt an der unteren Grenze des absteigenden Kanals bei etwa 97,50. Ein nachhaltiger Durchbruch unter den Kanal würde die bärische Tendenz verstärken und den US-Dollar-Index unter Druck setzen, die Region um 95,56 anzusteuern, das Tief seit Februar 2022, das am 27. Januar erreicht wurde.
Auf der Oberseite könnte der US-Dollar-Index das Neun-Tage-EMA bei 98,58 anvisieren, gefolgt vom 50-Tage-EMA bei 98,87 und der oberen Grenze des absteigenden Kanals bei etwa 99,10. Weitere Anstiege über diese Widerstandszone würden eine bullische Tendenz auslösen und den DXY dabei unterstützen, ein fast 10-Monats-Hoch von 100,64 anzusteuern, das am 31. März verzeichnet wurde.

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.
In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.
Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.