USD/CAD handelt am Mittwoch während der nordamerikanischen Sitzung weiterhin seitwärts und bewegt sich flach um 1,3658, da das Paar durch die Kursbewegung vom 20. April gedeckelt zu sein scheint, in der der Loonie gegenüber dem US-Dollar um 0,34 % aufwertete.
Am 20. April erreichte USD/CAD ein Tageshoch von 1,3709 und schloss nahe dem Tief bei 1,3635, womit eine sechstägige Serie bärischer Sitzungen verlängert wurde. Dennoch griffen die Bullen ein, schlossen den 21. April im Plus mit einem Anstieg von 0,15 % und bildeten ein „bullishes Piercing-Muster“, das für weitere Aufwärtsbewegungen ein Überschreiten des Hochs der aktuellen Woche bei 1,3709 erfordert.
Das Momentum bleibt nach unten gerichtet, wie der Relative Strength Index (RSI) zeigt. Sollte es den Verkäufern gelingen, das Swing-Tief vom 21. April bei 1,3631 zu unterschreiten, ist eine Bewegung in Richtung der Marke von 1,3600 wahrscheinlich. Darunter liegt der nächste interessante Bereich beim Tagestief vom 9. März bei 1,3525.
Auf der Oberseite müssen die Käufer die Marke von 1,3700 überwinden, wobei der unmittelbare Widerstand am 50-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 1,3727 liegt. Danach folgt der 100-Tage-SMA bei 1,3742, mit dem nächsten Angebotsbereich bei 1,3800.

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.